Veilchen-Präsident Leonhardt führt Gespräche

Erzgebirge Aue strebt enge Kooperation mit Spartak Moskau an

Helge Leonhardt

Helge Leonhardt möchte mit dem FC Erzgebirge Aue einen engen Austausch mit Spartak Moskau pflegen. imago images

In einem Interview mit dem russischen Portal "sportsdaily.ru" umriss der 60-Jährige seine Pläne. Demnach will Leonhardt Ende November in Moskau die Zusammenarbeit mit den Klub-Verantwortlichen von Spartak auf den Weg bringen. "Wir möchten in sportlichen und geschäftlichen Bereichen zusammenarbeiten", sagte der FCE-Präsident, der unter anderem über die Ausleihe von Spielern nachdenkt, aber auch einen Austausch außerhalb von Geschäftsstelle und Trainingsplatz anstrebt: "Sogar die Zusammenarbeit zwischen Fanklubs wird helfen, Brücken zu bauen."

Die Leute beobachten England und Spanien, aber sie wissen eigentlich nichts über den russischen Fußball.

Helge Leonhardt

Dabei will Leonhardt vor allem auf die bestehenden Kontakte zu Tedesco und Torwarttrainer Max Urwantschky setzen, der dem ehemaligen Veilchen-Chefcoach in die russische Hauptstadt gefolgt ist. Auch zum deutsch-russischen Sportdirektor Thomas Zorn habe er "gute Beziehungen". Vom gegenseitigen Austausch erhofft sich Aues Präsident einen Wettbewerbsvorteil: "Die Leute beobachten England und Spanien, aber sie wissen eigentlich nichts über den russischen Fußball. Das ist im Allgemeinen ein Problem für den gesamten osteuropäischen Fußball. Auf der anderen Seite können wir so manchmal talentierte Spieler finden, die vom Rest der Welt unbemerkt bleiben."

Leonhardt sieht gute Argumente für Erzgebirge Aue

Für russische Spieler, so Leonhardt, könne Aue wiederum eine interessante Option sein, "weil die 2. Bundesliga eine sehr gute Plattform für Spieler bietet, die auf der Bank sitzen, aber sich weiterentwickeln wollen". Der FC Erzgebirge könne zudem mit einer "hervorragenden Infrastruktur, einem umgebauten Stadion und einem Trainingszentrum punkten".

pau