3. Liga

1860 bestätigt: Bierofka wirft hin

Ismaik kritisiert "hinterhältige Taktik" gegen Trainer

1860 bestätigt: Bierofka wirft hin

Daniel Bierofka

Beklagte mangelnde Wertschätzung - und verlässt nun den Verein: 1860-Coach Daniel Bierofka. imago images

Nach dem 4:2 gegen Viktoria Köln am Samstag, das dem Verein nach drei Niederlagen in Folge endlich die ersehnten drei Heimpunkte einbrachte, hatte sich der 40-Jährige erst einmal zurückgezogen - und kam dabei zum Schluss, seinen Ausstieg zu vollziehen.

Nach der Partie hatte er beklagt, nicht zum ersten Mal seien aus dem "inneren Zirkel des Vereins" Querschüsse erfolgt. "Lange schaue ich mir das nicht mehr an", ließ er verlauten. Das Auslaufen am Sonntag überließ er seinem Trainerstab. Schon länger hatte es in dem Coach, der eigentlich bis 2022 unter Vertrag steht, gebrodelt. Der Grund: Mangelnde Wertschätzung von bestimmten Vereinsvertretern.

Nun steht also bei den "Löwen" überraschend die Suche nach einem neuen Verantwortlichen auf der Trainerbank an. Sascha Mölders (34), gegen die Kölner zweifacher Torschütze, hatte ausgesprochen, was nicht wenige Fans denken dürften: 1860 ohne Bierofka? "Ehrlich gesagt, nicht vorstellbar für mich."

Ismaik kritisiert "hinterhältige Taktik" gegen Bierofka

Unterdessen hat sich Investor Hasan Ismaik zum bevorstehenden Abgang des Trainers geäußert. In den sozialen Medien schrieb er: "Ich fordere die Personen auf, die mit ihrer hinterhältigen Taktik 1860 ganz bewusst schaden wollen, sich zu erkennen geben und die Gründe für ihr feiges Handeln zu nennen. Ich hoffe, dass denjenigen bewusst ist, was sie mit ihrer Diskreditierung Bierofkas anrichten, wenn er den Verein verlässt. Viele Spieler sind ausschließlich wegen ihm zu 1860 gewechselt, weil sie unter ihm arbeiten wollen."

Bierofka ließ sich nicht mehr umstimmen

Ismaik traf sich am Dienstagabend mit Bierofka. "Leider konnte ich ihn nicht mehr umstimmen. Es wird schwer die Lücke, die Daniel hinterlässt, zu schließen", wird er in der Pressemitteilung der Löwen zitiert. Bis auf weiteres wird Oliver Beer die Mannschaft betreuen und sie auch auf das Spiel in Halle vorbereiten.

"Die Entscheidung des Trainers hat auch uns überraschend getroffen", kommentierte Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel. "Wir werden nun in den nächsten Tagen akribisch den Markt sondieren. Eine Lösung mit mir an der Seitenlinie wird es nicht geben, das gebührt der Respekt vor Daniel."

GH/uk/sam