Durch 3:1-Heimsieg über Darmstadt: Kleeblatt klopft oben an

Fürth schielt auf das Derby: "Es wird knistern im Ronhof"

Holger Schwiewagner

Zufrieden mit dem aktuellen Geschehen in Fürth: SpVgg-Geschäftsführer Holger Schwiewagner während des Legendenspiels. imago images

Nach Abpfiff gab ein vollkommen entspannter Leitl Auskunft über das Geschehene. "Jeder im Stadion hat heute gesehen, dass wir gefühlt 80 Prozent Ballbesitz und gute Passstafetten hatten", so der Coach. Zwar habe Darmstadt in den ersten 20 Minuten gut verteidigt, jedoch zu "keiner Phase des Spiels wirklich Zugriff" gehabt. "Wer nicht auf das Tor schießt, wird kein Tor schießen", sagte Leitl und schob direkt nach: "Meine Jungs haben heute oft auf das Tor geschossen."

Das Ergebnis: Drei Treffer, von denen - zugegebenermaßen - zwei auch durch "das nötige Glück" entstanden (Torwartfehler, Eigentor). Allerdings wollte sich Leitl die Tore nicht schlechtreden lassen. Im Gegenteil: "Wir müssen uns nicht für die zwei Tore entschuldigen, die wir geschossen haben", so der 42-Jährige.

Leitl zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft

Letztlich sei die derzeitige Situation einfach nur zufriedenstellend - "sieben Punkte aus drei Spielen freuen mich sehr", sagte der gebürtige Münchner und stellte zudem fest, dass man "in der Entwicklung der Mannschaft einen Schritt weiter nach vorne gekommen" sei.

Die Tabelle spricht momentan eine eindeutige Sprache zu unseren Gunsten.

Fürths Geschäftsführer Holger Schwiewagner über den baldigen Vergleich mit dem 1. FC Nürnberg

Ähnlich formulierte es auch Kleeblatt-Geschäftsführer Holger Schwiewagner im "Franken Fernsehen". Die Mannschaft sei in der Spur und habe das Ziel, "mit einem Punkt oder Sieg in Sandhausen in die Länderspielpause zu gehen". Wobei ihm ein Sieg natürlich lieber wäre: "Wir haben eine Mannschaft, die das Potenzial hat, in Sandhausen zu gewinnen", so der 42-Jährige.

Das 265. Frankenderby steht vor der Tür

Anschließend hat die SpVgg knapp zwei Wochen Zeit, um sich auf das Spiel des Jahres vorzubereiten: das 265. Frankenderby. Durch den zwischenzeitlichen Ausflug des 1. FC Nürnberg in die Bundesliga "hatten wir ein Jahr Pause, jetzt sind wir wieder auf Augenhöhe", so Schwiewagner. Wobei das mit Augenhöhe relativ zu betrachten ist. Während es beim Kleeblatt derzeit wie geschmiert läuft, brennt beim keine 15 Kilometer entfernten Club der Baum.

"Die Tabelle spricht momentan eine eindeutige Sprache zu unseren Gunsten", freut sich der Geschäftsführer über den Vorsprung von vier Zählern und sechs Plätzen sowie "auf den Vergleich in Fürth". Stimmung im traditionsreichsten Derby Deutschlands wird auch am 24. November garantiert sein: "Es wird knistern im Ronhof und sich auf beide Mannschaften übertragen", so Schwiewagner. "Es wird vielleicht kein schönes Spiel, aber sicherlich ein sehr emotionales."

kög

Das sind die Rekordspieler bei Zweitliga-Dino Fürth