Niederländer sagt München für den Moment ab - Hoeneß' Prophezeiung

FC Bayern und ten Hag: Zukunftslösung nach Sofortabsage?

Erik ten Hag trainiert aktuell und seit Dezember 2017 Ajax Amsterdam.

Denkt positiv über seine Zeit beim FC Bayern - und will bei Ajax Amsterdam bis Sommer 2020 bleiben: Erik ten Hag. imago images

Erik ten Hag hat zwischen 2013 und 2015 die 2. Mannschaft des FC Bayern München betreut, kennt den deutschen Rekordmeister mitsamt dessen Strukturen also bestens. Es liegt nahe, dass der amtierende Bundesliga-Meister den 49-Jährigen beobachtet und auf dem Schirm hat - zumal der seit Dezember 2017 in Amsterdam tätige ten Hag den niederländischen Traditionsverein Ajax auf ein neues Niveau, zur Meisterschaft, zum Pokalsieg sowie ins Champions-League-Halbfinale 2019 gegen Tottenham Hotspur (1:0 im Hinspiel, 2:3 im dramatischen Rückspiel) geführt hat.

Einer sofortigen Installation beim deutschen Rekordmeister hat ten Hag allerdings an diesem Montagabend vehement widersprochen. Auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Auswärtsspiel beim FC Chelsea am Dienstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker.de) hat der ob seiner modernen Spielweise und fußballerischen Sicht gelobte Trainer gesagt: "Bayern ist ein fantastischer Klub, ich habe die Zeit dort sehr genossen. Der Verein hat einen Platz in meinem Herzen. Aber jetzt bin ich bei Ajax. Ich lebe im Hier und Jetzt und konzentriere mich voll auf Ajax", so ten Hag. Einen Kontakt zu Bayern habe es offenbar nicht gegeben, sein exakter Wortlaut dazu: "Ich werde nicht darauf eingehen, ob der Klub Kontakt zu mir gesucht hat."

Ein eventuell denkbares Szenario des FC Bayern: bis Saisonende eine Zwischenlösung finden (aktuell betreut Interimstrainer Hansi Flick zusammen mit dem helfenden Hermann Gerland das Team), um im Anschluss mit Saisonstart 2020/21 unter dem dann vielleicht zur Verfügung stehenden ten Haag einen Neubeginn wagen.

Hoeneß bezieht Stellung: Klarheit bis Düsseldorf

Brandaktuell hat sich auch FCB-Präsident Uli Hoeneß zur aktuellen Trainerthematik nach der Trennung von Niko Kovac geäußert. Am Rande einer Preview zur Vorstellung eines Filmes des NDR zum zehnjährigen Todestag des ehemaligen Nationalkeepers Robert Enke, wo Hoeneß von Enkes Witwe Teresa eingeladen worden war, teilte der 67-Jährige mit: "Der Verein muss jetzt in Ruhe überlegen, wie wir damit umgehen. Wir haben es gut gemacht, mit Niko Kovac ein prima Auskommen gehabt, ein gegenseitiges Einvernehmen erzielt. Es gibt keine schmutzige Wäsche, ich habe heute noch mit ihm telefoniert, es ist alles soweit ok. Ich habe das Gefühl, dass er von einem ungeheuren Druck befreit ist."

Und in Zukunft? Hoeneß: "Wir werden jetzt am Mittwoch (in der Champions League, Anm.d.Red.) in Ruhe gegen Olympiakos Piräus spielen und am Samstag gegen Dortmund - und ich denke, dass wir bis zum nächsten Auswärtsspiel in drei Wochen in Düsseldorf (nach der Länderspielpause am 23. November; Anm.d.Red.) wissen, wie das mit der Trainerfrage weitergeht."

mag/Frank Linkesch/Jan Leerkes

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