Malteser von allen EA-Wettbewerben suspendiert

Nach Spuckvorfall: 'Kurt' dauerhaft gebannt

Schluss, Aus, Ende: Kurt Fenech wird dauerhaft von FIFAs Global Series gebannt

Schluss, Aus, Ende: Kurt Fenech wird dauerhaft von FIFAs Global Series gebannt. FIFA via Getty

Das war es für Kurt Fenech. Der FIFA-Spieler hat zum Monatsbeginn eine permanente Suspendierung von EA SPORTS erhalten. Damit ist es 'Kurt0411' ab sofort untersagt, an der FIFA Global Series teilzunehmen. Die Turnierserie beinhaltet außer den FUT Champions Cups zum Beispiel auch die eClub Weltmeisterschaft und den eNations Cup.

Der permanente Bann kommt nicht überraschend: Fenech fällt seit Jahren mit Ausfälligkeiten gegenüber Spiel, Entwickler und Gegnern auf. Er war bereits 2018 für zwei Monate vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Laut EA erhielt er dann eine finale Warnung und wurde nun wegen zwei neuer Vorfälle gebannt.

Bei zumindest einem handelt es sich mutmaßlich um das Spiel gegen den HSV-Profi Niklas Heisen, über das kicker eSport bereits berichtet hat.

"Wie kann dieser Typ ein Profi sein? Kurt spielt zwar wie ein Pro, aber benimmt sich nicht so. Nennt mich 10-mal Sohn einer H... über den Stream, ich bin sprachlos, einfach verrückt", schrieb Heisen damals auf Twitter und leitete den Vorfall an Community-Manager Corey Andress weiter.

Tyrann EA

Im selben Stream hat Fenech anschließend noch aus Zorn und unter Beschimpfungen auf ein EA-Logo gespuckt. Es war klar, dass der Spieleentwickler nach solchem Verhalten Maßnahmen ergreifen würde. Die Suspendierung gilt ab sofort und "über die Saison hinaus", sprich: solange wie EA es für angemessen hält. Es ist damit zwar kein Bann auf Lebenszeit, aber wahrscheinlich für mindestens zwei Spielzeiten.

Fenech nahm das Urteil als Steilvorlage für eine neue Tirade: Als "Tyrann" bezeichnete er EA und mutmaßte, dass seine einzige Möglichkeit, sich ordentlich zu verhalten, das Einstellen seiner Streams gewesen sei. In gewohnter Manier spielte er sein Verhalten herunter und erklärte die Ausfälligkeiten mit seiner Person - er sei eben emotional und sage, was ist. Beschimpfungen gegen FIFA 20 gab es obligatorisch oben drauf.

Sympathisanten formieren sich unter #FreeKurt

Die FIFA-Community zeigte sich nach Bekanntwerden des Urteils gespalten. Einige Spieler und Profis erklärten über die sozialen Netzwerke ihre Zustimmung für EAs Entscheidung. Eine Mehrheit gab sich allerdings solidarisch mit dem Malteser. Unter dem Hashtag #FreeKurt formieren sich Fans und Unzufriedene und machen ihrem Unmut über EA und FIFA Luft. Überraschend oft wird die Meinungsfreiheit von den Social-Media-Kommentatoren zitiert, nach der es ja zulässig sei, auf Schals zu spucken und seinen Ärger kundzutun.

Fenech sei dem allgemeinen Vernehmen nach einer, der die Missstände in FIFA öffentlich machte und dafür nun gebannt werde. Beleidigungen sind allerdings nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt und Spieler die an einem Wettbewerb teilnehmen, müssen sich an vom Veranstalter aufgestellte Regeln halten, sonst können sie aus dem Wettbewerb ausgeschlossen werden, erst recht, wenn sie ihm mit ihren Aussagen schaden.

Fenech darf weiterhin FIFA spielen und wird das sicher auch tun, da er bereits erklärt hat, dass zum Beispiel PES für ihn keine Option sei. Offizielle FIFA-Wettbewerbe sind für ihn nun jedenfalls vom Tisch. An Turnieren, die unabhängig von EA und der Global Series sind, darf 'Kurt' allerdings weiterhin teilnehmen.

Holm Kräusche

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