Bundesliga

Lukas Rupp: Überraschung nach einem Jahr Absenz

Was den 28-Jährigen wichtig macht

Nach einem Jahr Absenz: Überraschung Rupp

Lukas Rupp im Zweikampf mit Sebastian Vasiliadis

Derzeit kaum zu stoppen: Hoffenheims Lukas Rupp, hier im Zweikampf mit Paderborns Sebastian Vasiliadis. imago images

Immer wieder, auch nach dem 3:0 gegen den SC Paderborn, betont Alfred Schreuder, dass es in Hoffenheim mehr als elf Stammspieler gibt. "Sie haben es in sechs Tagen und drei Spielen gezeigt, dass es nicht elf Stammspieler sind bei Hoffenheim, sondern mehr", sagte der Trainer nach dem wettbewerbsübergreifend fünften Sieg in Serie am Freitagabend über die vermeintlichen Reservisten. Zu diesen zählte man zum Saisonstart zweifelsohne auch Rupp.

Knieverletzung und Überangebot

Der flexible Mittelfeldmann wurde eine Saison lang ausgebremst von einem im Mai 2018 erlittenen Kreuzbandriss, lediglich ein Bundesligaeinsatz am 34. Spieltag stand 2018/19 zu Buche. "Ich werde schon noch ein paar Spiele brauchen", wusste Rupp während der Vorbereitung im Juli. Zumal die schwere Knieverletzung auch psychosomatisch Spuren hinterlassen hatte, den 28-Jährigen plagte stressbedingter, kreisrunder Haarausfall. Nicht wenige dachten, Rupp würde trotz der Abgänge von Kerem Demirbay und Nadiem Amiri im Überangebot des Hoffenheimer Mittelfeldzentrums mit Rudy, Grillitsch, Geiger und Samassekou ein trauriges Dasein fristen, zumal er nach seinem Startelfeinsatz am ersten Spieltag in Frankfurt direkt wieder auf die Bank musste.

Doch mit dem überraschenden Startelfmandat beim 3:2 in Berlin wendete sich das Blatt. Es folgte eine kurze Schonung im Pokal, gegen den SCP begann Rupp erneut. Was dem Ex-Stuttgarter zugute kommt: Akteure wie Grillitsch, Rudy oder Geiger haben das Spiel gerne vor sich. Rupp bewegt sich zwischen den Linien dynamischer. Er ist zudem als Anläufer aggressiver als beispielsweise Rudy oder Christoph Baumgartner, der auch auf der Acht beginnen könnte, die Rupp derzeit für sich beansprucht.

Rosens Worte bewahrheiten sich

Nicht umsonst betonte Manager Alexander Rosen bereits vor Wochen, angesprochen auf die vielen Akteure für die defensive Mittelfeldzentrale, gegenüber dem kicker, dass auch ein Andrej Kramaric und eben ein Lukas Rupp auf den offensiveren Mittelfeldpositionen agieren können. Exakt jene Schaltpunkte, um aus einem geordneten Ballvortrag einen dynamischen Drang nach vorne zu entwickeln, fehlten noch bis in den September hinein häufig im TSG-Spiel. Nun sind sie augenscheinlich vorhanden, auch dank Rupp.

Benjamin Hofmann

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