Im Gespräch mit dem Research-Team

Football Manager 2020: Die Bundesliga muss besser werden

Der Football Manager 2020 wird im zweiten Jahr die Bundesliga noch weiter etablieren müssen. Wichtig dabei: Auch die Spielerwerte müssen stimmen.

Der Football Manager 2020 wird im zweiten Jahr die Bundesliga noch weiter etablieren müssen. Wichtig dabei: Auch die Spielerwerte müssen stimmen. SI/kicker eSport

FM-Fans hatten im vergangenen Jahr auch in Deutschland die Möglichkeit, die Manager-Simulation zu spielen. Endlich, möchte man sagen, denn viele Jahre war der Football Manager nicht in Deutschland offiziell erhältlich. Mit dem FM 2019 war das vorbei. Mit der Lizenz der ersten und zweiten Bundesliga konnte man das Spiel auch in Deutschland erwerben. Laut Sports Interactive (SI) Studio Manager Miles Jacobson war das erste Jahr auch sehr erfolgreich und die Investition hat sich gelohnt.

Mit Aufnahme der Bundesliga kam auch eine neue Fanbase hinzu. "Passionierte" Bundesliga-Fans, wie sie Jacobson nennt, die konstruktive Kritik und viel Leidenschaft mitbringen. Umso stärker lag natürlich auch der Fokus auf der neuen Liga. Das Research-System des Entwicklers ist bekannt und hochgeschätzt - nicht nur in der Games-Branche, sondern auch im realen Fußball soll schon mal der eine oder andere Vereinsscout sich mit dem Team unterhalten haben. Über den ganzen Erdball sammelt SI die Daten und Prognosen der Spieler. Dabei geht es um Fragen wie: Wohin entwickelt sich Spieler XY oder welche Stärken und Schwächen hat er? Hinter dem Research-Team stecken mittlerweile rund 1.300 Menschen. Angefangen hatte man 1992 mit gerade einmal vier Leuten.

Wenn Studio Manager Miles Jacobsen von seinem Team spricht, glänzen die Augen, sobald er von der Research-Abteilung erzählt. Es ist das Prunkstück des Unternehmens, wenn diese Werte und Entwicklungen nicht zutreffen, wäre der Football Manager nicht ernstzunehmen. Dementsprechend sensibel geht man mit dem Thema um. Man sei sehr zufrieden mit den Ergebnissen aus der Bundesliga-Abteilung, erzählt Luke Warrington, Assistant Research Coordinator bei Sports Interactive. Fehler könnten aber immer mal passieren. In der Tat gibt es noch Verbesserungspotenzial bezüglich der Bundesliga. Gewisse Dinge bemerkt man erst nach mehreren Spielzeiten. Da fällt es schon auf, dass ein FC Bayern in drei Jahren keine Meisterschaft mehr holte und Spieler wie z.B. Lukas Klostermann oder Dodi Lukebakio keinen großen Einfluss in der Liga hatten und stark unterpräsentiert wirkten - zumindest wenn man das Geschehen auf dem realen Rasen sieht.

Zumindest am Beispiel von Lukebakio hatte Jacobson eine Erklärung. Sobald ein Spieler die Liga wechselt, wird es schwierig. Das zuständige Research-Team ändert sich, unterschiedliche Ansichten, die Entwicklung betreffend, prallen aufeinander. So war es bei Lukebakio, das ist Jacobson ganz besonders im Gedächtnis geblieben, denn der Belgier wurde vom FC Watford nach Düsseldorf verliehen. Da sei es nicht immer einfach, die Form und Entwicklung einzuschätzen.

Für Football Manager 2019 war die Bundesliga noch eine neue Spielwiese. Für den neuen Teil wird sich zeigen, ob man das Feedback umsetzen konnte und der Lernprozess für die Bundesliga weiter vorangetrieben wird.

Nicole Lange

Visionen und Langzeitziele

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