Elversberg schlägt Saarbrücken 3:0 - Homburg hofft

FCS kraftlos an der Kaiserlinde: Südwesten wieder spannend

Bonè Uaferro gegen Sinan Tekerci (mit Turban)

Gerangel im Saarland: Saarbrückens Boné Uaferro legt sich mit Sinan Tekerci (mit Turban) an. imago images

Gegen die formstarken Elversberger war kein Kraut gewachsen: Der 1. FC Saarbrücken zog wenige Tage nach dem Pokal-Coup gegen den 1. FC Köln mit 0:3 den Kürzeren. Die SVE rückt damit durch ihren sechsten Sieg in Serie bis auf fünf Punkte an den Rivalen heran, der nach wie vor vorneweg marschiert.

"Wir haben den Abstand auf den FCS ein bisschen verringert, mehr ist das nicht gewesen", relativierte Elversbergs Trainer Horst Steffen den Derby-Erfolg, zeigte sich freilich ob der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute ein überzeugendes Spiel gemacht und wenig zugelassen. Bei der Qualität, die der Gegner hat, war es schon erstaunlich, wie gut wir verteidigt haben."

Die SVE ließ gegen kraft- und ideenlose Gäste vor 6211 Zuschauern kaum Chancen zu und spielte im 16. Ligaspiel zum vierten Mal zu null. "Wir sind einfach katastrophal schlecht ins Spiel gekommen, haben dann auch noch richtig dumme Gegentore kassiert", analysierte FCS-Kapitän Manuel Zeitz enttäuscht. Der erste Gegentreffer fiel bereits nach sechs Minuten. "Das frühe Tor hat uns gutgetan. Dadurch hat die Mannschaft gemerkt, dass wir hier gewinnen können, und eine breitere Brust bekommen", freute sich Steffen. Mit der Führung kamen aber auch zunehmend Härte und Hektik ins Spiel, immer wieder gab es Rudelbildungen. Die Konsequenz: Allein in der ersten Halbzeit zeigte Schiedsrichter Josua Herbert acht Gelbe Karten. Durch die ständigen Unterbrechungen ging der Spielfluss verloren.

Zeitz: Pokalspiel keine Entschuldigung

Saarbrücken wollte den Pokalfight unter der Woche nicht als Entschuldigung für die schwache Leistung gelten lassen. "Jeder, der auf dem Platz stand, hat im Vorfeld signalisiert, dass er frisch genug ist", so Zeitz. Sein Trainer Dirk Lottner sprach unterdessen davon, dass in Sachen Zweikampfverhalten und mentale Frische durchaus etwas gefehlt habe. "Elversberg war die klar bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen", bilanzierte Lottner, der zudem zwei Rote Karten für Jo Vunguidica und Mario Müller hinnehmen musste. Beide sind dadurch im nächsten Spiel gesperrt, wenn für den FCS das nächste Saar-Derby ansteht.

Am Sonntag kommt Homburg

Am Sonntag müssen die Saarbrücker nämlich gegen den Erzrivalen FC Homburg antreten. Sportdirektor Markus Mann gibt schon mal die Richtung vor: "Wir dürfen uns jetzt nicht aus der Bahn werfen lassen, sondern müssen das abschütteln und wieder in die Spur kommen." Elversberg will bei Aufsteiger Bayern Alzenau die Serie von jetzt sechs Siegen in Folge fortsetzen.

Beim FC 08 ist die Vorfreude aufs Saarbrücken-Spiel groß. Nach dem 2:1 gegen Mainz 05 II liegt Homburg "nur" noch sieben Punkte hinter dem FCS und können durch einen Erfolg im Derby am Saarbrücker Spielort Völklingen auf vier verkürzen.

Für Innenverteidiger Kevin Maek kommt es auf jeden Fall zu einer besonderen Partie: "Wer vor diesem Derby nicht heiß ist, der hat etwas falsch gemacht. Wir wollen in Völklingen gewinnen - da muss ein Feuerwerk abgebrannt werden", betonte der Leistungsträger nach dem Mainz-Spiel. Die Luginger-Elf ist seit zehn Spielen ungeschlagen.

aho/sb/sh

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