NFL - Week 9: Packers enttäuschen in L.A. - Wilson-Gala

37:20! Jackson und die Ravens zerlegen Brady und die Pats

Lamar Jackson

Unwiderstehlich, sogar gegen die Patriots: Ravens-Spielmacher Lamar Jackson. Getty Images

Bis zu ihrem Auswärtsauftritt in Baltimore hatten die New England Patriots bislang in dieser Saison nie mehr als 14 Punkte kassiert. Umso bemerkenswerter daher der Auftritt der Ravens um ihren erst 22-jährigen Spielmacher Lamar Jackson. Dem Jungstar gelang der bislang beeindruckendste Sieg seiner NFL-Laufbahn. Zweimal lief Jackson in die gegnerische Endzone, ein Touchdown-Pass kam noch hinzu. 163 Yards Raumgewinn durch Würfe, 61 durch Läufe - am Ende schallten MVP-Rufe durch das M&T Bank Stadium.

Insgesamt bereiteten die Ravens den Patriots am Boden erhebliche Schwierigkeiten. Running Back Mark Ingram durchkreuzte regelmäßig die Abwehrreihen New Englands und sammelte 115 Yards.

Auf Seiten der Gäste war die Enttäuschung nach der ersten Niederlage nach saisonübergreifend 13 Siegen in Serie groß. Nach einem frühen 0:17-Rückstand kam die Truppe von Head Coach Bill Belichik zwar bis auf 20:24 heran, musste dann jedoch nach einem Fumble einen 70-Yard-Return von Marlon Humphrey bis in die Endzone schlucken - 20:30. Dieses Loch ließ sich anschließend auch nicht mehr durch Tom Brady (42) stopfen, der unter dem Strich 30 von 46 Pässen für 285 Yards anbrachte (ein TD, eine INT, zwei Sacks).

"Wir haben gespielt, als wäre es ein Championship Game", sagte Matchwinner Jackson nach Spielende und dem schon vierten Sieg der Ravens (6:2) in Serie. "Wir haben heute nichts gut genug gemacht, um uns einen Sieg zu verdienen. Wir müssen alle einen besseren Job machen", bilanzierte Belichik die Leistung der Patriots (8:1).

Packers bleiben blass - Wilsons Fünferpack

Die Green Bay Packers (7:2) führen die NFC North zwar weiterhin an, ließen beim 11:26 bei den Los Angeles Chargers jedoch sehr zu wünschen übrig. Quarterback Aaron Rodgers kam nur auf 165 Yards und einen Touchdown, bis Ende des dritten Viertels standen lediglich 61 Yards in seiner Statistik (Karriere-Tief). Running Back Melvin Gordon erzielt zwei Touchdowns und 80 Lauf-Yards für die Chargers, die sich auf 4:5 verbesserten.

Russell Wilson indes führte die Seattle Seahawks mit gleich fünf Touchdown-Pässen zu einem 40:34 (13:21, 34:34)-Sieg in der Overtime gegen die Tampa Bay Buccaneers. Chris Carson erlief bei 16 Versuchen 105 Yards. Auf der Gegenseite reichten 180 Yards Raumgewinn durch Bucs-Receiver Mike Evans den Gästen aus Tampa Bay (2:6) nicht zum Auswärtscoup.

Browns (weiterhin) am Boden

In ein immer tieferes Tal wandern die zu Saisonbeginn hochgehandelten Cleveland Browns, die bei den Denver Broncos per 19:24 schon die sechste Niederlage kassierten. Für die Broncos (3:6) warf Brandon Allen bei seinem ersten Start in einem NFL-Spiel zwei Touchdown-Pässe (193 Yards) und feierte gleich einen Sieg.

aho

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Hellwache Ravens sorgen für erste Patriots-Niederlage

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