Bundesliga

FC Augsburg, Schmidts Theorie: Verloren wegen Verletzung beim Gegner?

Starke Standard-Statistik des FC Augsburg wird beschmutzt

Schmidts Theorie: Verloren wegen Verletzung beim Gegner?

Augsburgs Trainer Martin Schmidt mit Eigentorschütze Stephan Lichtsteiner.

Augsburgs Trainer Martin Schmidt mit Eigentorschütze Stephan Lichtsteiner. imago images

Gegen Schalke knüpften die Fuggerstädter an die Leistungen an, die sie schon zuletzt gegen die Bayern (2:2) und Wolfsburg (0:0) gezeigt hatten. Defensiv stand der FCA sicher, und offensiv setzten Marco Richter, Florian Niederlechner und Alfred Finnbogason immer wieder gefährliche Nadelstiche. Über die gesamte Spielzeit hatte Augsburg die deutlich besseren Chancen.

Augsburgs Negativserie endet

Zwar führten die Schwaben am Ende nach Schüssen nur knapp mit 12:10 , trotzdem endete damit eine lange Negativserie: Erstmals seit dem 30. Spieltag in der vergangenen Saison (6:0 gegen den VfB Stuttgart) verbuchte der FCA mehr Abschlüsse als der Gegner. Seitdem waren 13 Spiele vergangen.

Dass es am Ende trotz zweimaliger Führung nicht zu einem Punktgewinn reichte, habe zwei Gründe, wie Trainer Schmidt bei "Sky" analysierte: "Zwei Standardsituationen und ein selbstgebauter Fehler." Beim Stand von 2:2 spielte der eingewechselte Reece Oxford einen missratenen Rückpass in die Füße von Amine Harit, der den Siegtreffer erzielte. "Der Fehler hat alles entschieden", so Schmidt.

Schmidts Sané-Theorie

Dass die Augsburger zu dem Zeitpunkt nicht mehr führten, hatte einen anderen Grund. Nämlich die Unaufmerksamkeit bei gegnerischen Standards. Die Königsblauen konnten aus dem Spiel heraus zwar keine Gefahr erzeugen, doch nach einem ruhenden Ball geht bei S04 fast immer was: Gleich beide Ausgleichstreffer resultierten aus Freistoßflanken von Daniel Caligiuri.

Erst verlängerte Stephan Lichtsteiner eine Hereingabe ins eigene Netz, dann köpfte Ozan Kabak ein. "Schalke war ein Gegner, auf den wir uns gut vorbereitet haben", sagte Schmidt später und verwies darauf, die Schalker Spezialität durchaus an seine Spieler vermittelt zu haben. Warum die Hereingaben dann nicht besser verteidigt wurden? Möglicherweise wegen der Verletzung des kopfballstarken Schalkers Sané, der bereits nach neun Minuten vom Feld musste. Diese These stellte zumindest Schmidt auf: "Vielleicht hat der ein oder andere gedacht, dass es jetzt nicht schlimm nach Standards wird. So ist man zehn Zentimeter weniger nah dran und dann ist er drin."

Die gute Standard-Statistik war einmal

Dabei lief es, was das Verteidigen von ruhenden Bällen angeht, zuvor so gut in dieser Spielzeit. Als einziges Team hatte Augsburg in der Bundesliga erst ein Standardgegentor kassiert - jetzt sind es drei. Immerhin konnte die schlechte Statistik vor des Gegners Kasten verbessert werden: Finnbogasons Elfmetertor war erst der zweite eigene Treffer nach einem Standard.

mxb