Bayern II kassiert 3:5-Schlappe in Meppen

Hoeneß: "Müssen darüber sprechen, wie wir mit Führungen umgehen"

Sebastian Hoeneß

Sebastian Hoeneß musste sich mit seinem Team in Meppen geschlagen geben. imago images

Noch nicht einmal eine Stunde war im Emsland gespielt, als die Bundesliga-Reserve des FC Bayern einem wichtigen Auswärtssieg im Emsland ganz nahe schien. Ein Doppelschlag von Chris Richards und Sarpreet Singh hatten die Gäste mit 3:1 in Führung gebracht - am Ende ging das Hoeneß-Team mit 3:5 als Verlierer vom Platz. Eine gute Viertelstunde vor Schluss kam der SVM zum Anschluss, in der Schlussphase drehten die Hausherren das Spiel schließlich komplett. Für Hoeneß hatte sich dieser Ausgang schon früh in der zweiten Hälfte angedeutet. "Nach dem 3:1 für uns hat mir die Phase überhaupt nicht gefallen", kritisierte der Coach bei "Magenta Sport". Angesichts von vier späten Gegentoren hielt der Trainer unumwunden fest: "Für uns ist das ein bitterer Tag, das müssen wir mal aufarbeiten."

Ansatzpunkte hat der 37-Jährige bereits ausgemacht - nicht zuletzt, weil seine Mannschaft wie schon im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim einen Vorsprung hergab. "Natürlich müssen wir darüber sprechen, wie wir grundsätzlich mit Führungen umgehen. Das ist eine mentale Geschichte", betonte er.

Hoeneß: "Da hat das Verhältnis nicht gestimmt"

Stellvertretend für die kopflose Leistung nach dem Meppener Anschlusstor stand der eingewechselte Joshua Zirkzee, der nach einem eigentlich harmlosen Zweikampf erst Marius Kleinsorge rempelte und in der folgenden Rudelbildung Stefan Puttkammer ins Gesicht griff. Schiedsrichter Oliver Lossius zückte zweimal Gelb - und schickte den Stürmer in die Kabine. "Da macht der Spieler viel draus", kritisierte Hoeneß, sagte aber auch: "Das kann man so bewerten." Was ihn allerdings störte, dass Puttkammer, der schnurstracks zu Zirkzee gelaufen war, ungestraft davon kam. "Da hat das Verhältnis nicht gestimmt", bemängelte der Bayern-Coach, der in dieser Szene ebenfalls Gelb gesehen hatte. "Trotzdem werden wir uns das nicht zu leicht machen und alles auf den Schiedsrichter schieben."

pau