Wolfsburgs Coach hadert mit Fehlern und Effizienz

Glasner: "Etwas zu hoch ausgefallen"

Oliver Glasner

Fragender Blick: Wolfsburgs Coach Oliver Glasner in Dortmund. Getty Images

"Aus meiner Sicht ist der Sieg vielleicht etwas zu hoch ausgefallen. Wir haben uns das aber selbst zuzuschreiben, weil wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt haben, in der wir zwei Riesenchancen hatten. Ansonsten haben wir bis auf wenige Halbchancen alles sehr gut weggehalten von unserem Tor", resümierte Oliver Glasner nach der Partie - und ging in der Analyse der beiden ersten Gegentoren auch ins Detail: "Bei der eigentlich ersten Aktion der zweiten Halbzeit nach einem weiten Befreiungsschlag des Torwarts verhalten wir uns hinten nicht gut und schenken Borussia Dortmund das 1:0. Dann hat der BVB das Momentum bekommen und wir waren unter Druck. Auch das 2:0 entsteht aus einem schnell abgespielten Freistoß, wo wir etwas schläfrig waren."

Zumindest ein wenig auszusetzen hatte Glasner indes auch an dem ursprünglich als Assistent in die Partie gestarteten Referee Martin Thomsen, der schon in der ersten Hälfte für den im Wadenbereich angeschlagenen Tobias Welz übernommen hatte. Stein des Anstoßes war der Ort des Freistoßes vor dem 2:0: "Die Ausführung war zehn Meter weiter als dort, wo das Foul begangen wurde, also eigentlich nicht regulär. Trotzdem hätten wir das besser verteidigen können. Das haben wir nicht geschafft und so waren wir unter Druck und hatten etwas Glück in dieser Phase", so Glasner.

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Auch die Effizienz seiner eigenen Akteure sah der Österreicher als einen der Gründe dafür an, dass der ersten Pflichtspielniederlage unter der Woche im Pokal gegen Leipzig (1:6) heute auch die erste Bundesliga-Niederlage gefolgt war. "Wie so oft haben wir dann die Chance auf einen 'Game-Changer' und stehen alleine vorm Torwart, doch auch das nutzen wir nicht", meinte Glasner in Anspielung auf eine exzellente Gelegenheit von Joao Victor in der 69. Minute. "Wenn du deine Chancen nicht verwertest und dem Gegner hier in Dortmund die ersten beiden Treffer schenkst, dann kannst du nicht gewinnen."

Arnold: "Nicht alles über den Haufen werden"

Ähnlich wie sein Coach sah die Partie auch Maximilian Arnold bei "Sky": "Wir haben die Räume in der ersten Hälfte gut eng gemacht. In der zweiten Hälfte hat dann der ein oder andere Schritt gefehlt. Aber man hat eben auch gesehen wie Dortmund nach vorne gespielt hat. Das 1:0 war ein Brustlöser für sie. Wir sind dann zu spät aufgemacht", meinte der Mittelfeldspieler, der nach den zwei Niederlagen in Folge nun aber nicht vom bisherigen Kurs abkommen möchte. "Wir sollten jetzt nicht alles über Haufen werfen. Wir gehen weiter unseren Weg."

jom

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg