Basketball

James im Superstar-Duell obenauf - Doncic kassiert "Schläge"

NBA am Freitag: Warriors ohne Curry chancenlos

James im Superstar-Duell obenauf - Doncic kassiert "Schläge"

LeBron James (li.) und Luka Doncic

Superstars im direkten Duell: LeBron James (li.) und Luka Doncic. getty images

In Dallas trafen zwei Superstar-Generationen aufeinander: Luka Doncic, 20 Jahre jung, stand seinem großen Idol LeBron James (34) gegenüber - und beide Profis sollten die Erwartungen mit einem Trible-Double erfüllen. Doncic glänzte bei den Mavericks mit 31 Punkten, 13 Rebounds und 15 Assists, musste aber mit Ansehen wie James noch ein wenig mehr überragte. Der "King" führte seine Lakers mit 39 Punkten, zwölf Rebounds und 16 Assists zum vierten Sieg im fünften Spiel. Ganz nebenbei schrieben die beiden Superstars mit ihrer Bilanz noch NBA-Geschichte: Doncic (20 Jahre und 247 Tage alt) ist nun der jüngste Spieler aller Zeiten, dem in einem Spiel mindestens 30 Punkte, zehn Rebounds und 15 Assists gelungen sind. James (34 Jahre, 307 Tage) ist nun der älteste Akteur der Historie der diese Marke geknackt hat.

Doncic zeigte sich nach dem 119:110-Overtime-Krimi verärgert. Denn der Slowene musste gegen aggressiv verteidigende Lakers einiges einstecken: Zunächst krachte er knapp zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit Lakers-Center Dwight Howard zusammen und verließ mit blutendem Kopf das Spielfeld. "Ich habe mich nach dem Stoß einige Minuten unwohl gefühlt", gab Doncic zu. In der Verlängerung wurde er dann von James im Gesicht getroffen, einen Pfiff gab es von den Schiedsrichtern dafür jedoch nicht. "Ich habe die Refs dann gefragt, ob es kein Foul ist, wenn ich am Kopf getroffen werde". Die Lakers machten sich dies mit einem Fastbreak zu nutze.

Es ist nicht leicht, wenn du ständig geschlagen wirst und dann keine Pfiffe hörst.

Rick Carlisle, Coach Dallas Mavericks

"Das hat mich auch aufgeregt, aber ich habe keine Lust, 50.000 Dollar Strafe zu zahlen", kommentierte Mavericks Coach Rick Carlisle die Schiedsrichterleistung. Seinen Point Forward Doncic, der sich am Ende vor allem mit Diskussionen aufhielt, nahm er dagegen in Schutz: "Es ist nicht leicht, wenn du ständig geschlagen wirst und dann keine Pfiffe hörst." Dallas steht nun bei einer Bilanz von 3-2. Der Deutsche Maxi Kleber zeigte mit acht Punkten und acht Rebounds einen soliden Auftritt.

Theis mit Celtics hervorragend unterwegs

Gut läuft es dagegen weiterhin für die Boston Celtics und Daniel Theis. Der 17-malige Titelträger aus dem Bundesstaat Massachusetts blieb beim 104:102 (49:50) gegen die New York Knicks im vierten Spiel in Serie ungeschlagen. Entscheidenden Anteil am Heimerfolg hatte Jayson Tatum per Gamewinner. 1,3 Sekunden vor dem Ende versenkte der 21-Jährige einen Jumper zum Sieg und gab sich danach ganz bescheiden. "Es fühlt sich großartig an, aber ich will mir nicht zu viel darauf einbilden. Die Spieler der Liga zu denen ich aufschaue, machen solche Sachen die ganze Zeit", wird Tatum bei "nba.com" zitiert. Theis durfte erneut von Beginn an ran und verbuchte in knapp 27 Minuten fünf Punkte, acht Rebounds und vier Blocks.

Wir waren fünf Jahre lang ziemlich verletzungsfrei und haben so ziemlich jeden fertig gemacht. Jetzt sind wir an der Reihe, fertig gemacht zu werden.

Draymond Green

Die erfolgsverwöhnten Golden State Warriors dürften sich auf härtete Zeiten einstellen. Ohne die verletzten Superstars Curry (Handbruch) und Thompson (Kreuzbandriss) kassierte die Franchise aus dem kalifornischen San Francisco beim 110:127 (55:57) gegen die San Antonio Spurs bereits die vierte Pleite der noch jungen Spielzeit. "Wir waren fünf Jahre lang ziemlich verletzungsfrei und haben so ziemlich jeden fertig gemacht. Jetzt sind wir an der Reihe, fertig gemacht zu werden. So sieht es derzeit aus", fand Draymond Green deutliche Worte.

tow