Schalke-Coach sieht bei Kutucu "den Druck und den Stress nicht"

"Kein Superspiel": Kabak laut Wagner "noch fehlerbehaftet"

Das geht noch besser: David Wagner war mit Ozan Kabaks Stellungsspiel noch nicht einverstanden.

Das geht noch besser: David Wagner war mit Ozan Kabaks Stellungsspiel noch nicht einverstanden. imago images

An Chancen mangelt es Schalke in dieser Saison nicht, auch gegen Köln (1:1), in Hoffenheim (0:2) oder Dortmund (0:0) nicht. Dafür klingelte es schlicht zu selten, und so kam vor dem Pokalspiel wie schon zu Saisonbeginn die Frage auf: Wer soll's ganz vorne richten?

Der Sieg in Bielefeld (3:2) gab darauf eine Antwort, so scheint es zumindest. Mark Uth und Benito Raman hätten "gut harmoniert", so Wagner am Freitag. Heraus hob er aber nicht die zwei Tore, die Raman auf Vorarbeit von Uth erzielt hatte, sondern das Abwehrverhalten der beiden. "Sie haben das defensiv-taktisch gut gemacht, das hat mir besonders gut gefallen", so Wagner, "so wie das Guido Burgstaller macht. Sie können da auch dran kommen." Burgstaller, laut Wagner der "beste Pressingspieler" der Angriffsriege, war in Bielefeld erst in der 84. Minute eingewechselt worden.

Hinten anstellen muss sich weiter Ahmed Kutucu. Auch in Bielefeld durfte er nicht von Beginn an ran. Sieben Mal ist der Stürmer in dieser Saison eingewechselt worden, in der Startelf stand er noch nicht. Und das wird sich auch vorerst nicht ändern: "Es wäre das Falscheste, einem 19-jährigen Eigengewächs etwas aufzubürden, was nicht sein muss", erklärte Wagner. "Ich sehe den Druck und den Stress nicht." Zudem sei Kutucu "sicher auch einer unserer stärksten Einwechselspieler. Man würde sich auch dieser Option berauben." Und dann kam der Schalke-Coach wieder auf sein bevorzugtes Thema an diesem Tag zu sprechen: den verteidigenden Stürmer. "Er hat in der Defensive noch extremst viel dazuzulernen, was auch normal ist", sagte der 48-Jährige.

Wagner über Kabak: "Sein Spiel war noch fehlerbehaftet"

Was Kutucu bislang verwehrt blieb, ermöglichte Wagner bei der Arminia Ozan Kabak. "Mir hat mein Auftritt gut gefallen", hatte der Türke nach dem ersten Startelfeinsatz erklärt. Der S04-Coach relativierte dessen Selbsteinschätzung ein wenig. Die Leistung sei "in Ordnung" gewesen, es war "kein Superspiel". "Es war wichtig für ihn, er hat ja seit fünf Monaten kein Spiel von Beginn an bestritten", erinnerte Wagner, der mit der Zweikampfführung zufrieden war, jedoch einige Fehler im Stellungsspiel ausgemacht hatte. "Sein Spiel war noch fehlerbehaftet", so Wagner. "Er war auch beim ersten Tor mit drin gehangen."

Kabak hat dennoch gute Chancen, auch in Augsburg (Wagner: "Sie werden immer stärker und stabiler") wieder als Stambouli-Ersatz aufzulaufen. Wagner sieht Salif Sané auf der linken Innenverteidigerposition stärker als auf der rechten. Somit nimmt Sané den Platz von Matija Nastasic, der anderen Innenverteidiger-Alternative, ein. Da Linksfuß Nastasic für die rechte Innverteidigerposition nicht in Frage kommt, dürfte Rechtsfuß Kabak erneut die besseren Karten haben.

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