Sapporo statt Tokio

Tokio gibt grünes Licht: Weg für Marathon-Verlegung frei

Lemawork Ketema

Abkühlung noch nötig? Das Hitze-Problem bei Olympia 2020 wurde angegangen. imago

"Wir können dem IOC nicht zustimmen, aber wir werden die Entscheidung des IOC, das die finale Autorität der Entscheidung hat, nicht behindern", sagte Koike anlässlich eines Treffens zwischen Vertretern der Politik, des Organisationskomitees und des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Tokio: "Mit anderen Worten: Dies ist eine Entscheidung ohne Zustimmung."

Das IOC, das mit dem Umzug die Läufer und Geher vor dem heißen und feuchten Klima der japanischen Hauptstadt schützen will, unterstrich am Freitag noch einmal, weshalb diese Entscheidung von größter Bedeutung sei. "Ich denke, dass nun klar ist, dass wir eine Akzeptanz unseres Vorschlags haben", sagte John Coates, Vorsitzender der zuständigen IOC-Kommission, im Anschluss an die Ausführungen Koikes. Tokio werde keine Kosten für den Umzug haben.

Aufgrund der verstörenden Bilder bei der Leichtathletik-WM in Doha und der drohenden Hitze in Tokio hatte das IOC in Zusammenarbeit mit dem Weltverband IAAF eine Verlegung der Wettbewerbe ins 800 km nördlich gelegene Sapporo ins Spiel gebracht. Coates hatte die Entscheidung schon am Mittwoch wie bereits in der vergangenen Woche als endgültig erklärt.

sid