3. Liga

Meppen kommt furios zurück - Duisburgs süßer Derbysieg

14. Spieltag: Jenas erster Sieg im 14. Anlauf

Duisburgs süßer Derbysieg - Meppen kommt furios zurück

Torschützen unter sich: Lukas Daschner und Leroy-Jaques Mickels (r.).

Torschützen unter sich: Lukas Daschner und Leroy-Jaques Mickels (r.). imago images

Duisburg ist neuer Spitzenreiter

Am Montagabend kam es in Duisburg zum Nachbarschaftsduell zwischen dem MSV und Uerdingen. Der KFC kassierte dabei nach zuvor fünf ungeschlagenen Spielen in Folge mal wieder eine Niederlage - und die ging letztlich auch in Ordnung. Die Zebras machten über das gesamte Spiel hinweg den besseren Eindruck und waren vor dem gegnerischen Tor zweimal zur Stelle: Daschner (22.) und Mickels (45.+2) ebneten mit ihren Treffern noch vor der Halbzeit den Weg zum Derbysieg, der den Meiderichern zudem noch mit der Tabellenführung versüßt wurde.

Meppens furioses Comeback

Am Sonntag schlug der SV Meppen den FC Bayern München II im ersten Aufeinandertreffen beider Klubs furios 5:3. Dabei gingen die Münchner durch Kern in Führung (21.) und ließen sich auch durch Undavs Ausgleich (31.) zunächst nicht aus dem Konzept bringen. Die erneute Führung nach einem Doppelschlag von Richards (51.) und Singh (53.) hatte aber nur bis zur 74. Minute Bestand. Amin verkürzte für den SVM, kurz danach flog der eingewechselte Zirkzee durch zwei Gelbe Karten innerhalb weniger Sekunden vom Platz (80.). Die nun wie entfesselten Hausherren drehten auf, glichen durch El-Helwe (83.) erst aus. Zwei Minuten später brachte Undav die Emsländer erstmals in Führung (85.). In der Nachspielzeit flog Leugers mit Gelb-Rot vom Platz und sorgte damit für personellen Gleichstand, ehe Kleinsorge quasi mit dem Schlusspfiff zum 5:3-Endstand traf (90.+3). Meppen setzt sich damit im Tabellenmittelfeld fest, Bayern II fiel auf den 14. Rang zurück.

Im 14. Anlauf: Jenas erster Saisonsieg

Ebenfalls am Sonntag fuhr Carl Zeiss Jena seinen ersten Saisonsieg ein. Die Thüringer bezwangen Hansa Rostock mit 3:1. Donkor brachte das abgeschlagene Schlusslicht vor der Pause in Führung (43.). Nach dem Seitenwechsel glich Sonnenberg für die Gäste aus (54.), Neidhart hätte beinahe sogar die Führung nachgelegt, traf aber nur die Latte (60.). Im direkten Gegenzug gingen stattdessen die Saalestädter wieder in Führung, Käuper traf platziert von der Strafraumkante (61.). Acht Minuten später erhöhte Bock mit einem platzierten Schuss auf 3:1 (69.). Verhoek hätte es beinahe nochmal spannend gemacht, traf aber nur den Pfosten (85.). Gegen letztlich ideenlose Gäste behauptete Jena, das im 14. Spiel den ersten Saisonsieg einfuhr und damit einen Negativrekord verhinderte, den Vorsprung bis zum Schlusspfiff.

Dank Bertram: Magdeburg stürzt Halle

Der 1. FC Magdeburg hat am Samstagnachmittag im Sachsen-Anhalt-Duell den Halleschen FC mit 1:0 bezwungen und damit den HFC von der Tabellenspitze gestoßen. Matchwinner der Partie war Bertram, dem kurz vor der Pause das Siegtor (44.) gelang. Der 1. FCM konnte damit nach zuvor drei sieglosen Ligapartien erstmals wieder jubeln, Halle musste erstmals nach zuvor acht ungeschlagenen Ligaspielen den Platz wieder als Verlierer verlassen.

Haching lässt bei Waldhof nichts anbrennen und rückt vor

Die SpVgg Unterhaching setzte sich bei Waldhof Mannheim souverän mit 3:0 durch und nutzte dadurch den Ausrutscher Halles aus. Heinrich (29., 84.) und Winkler (58.) schossen den letztendlich ungefährdeten Sieg heraus. Der Aufsteiger wartet damit seit fünf Ligapartien auf einen Dreier, die Oberbayern kehrten nach vier Ligaspielen ohne Sieg wieder in die Erfolgsspur zurück.

Ingolstadt erwischt Braunschweig im Topspiel auf dem falschen Fuß

Einen rabenschwarzen Tag erlebte Eintracht Braunschweig. Die niedersächsischen Löwen unterlagen dem FC Ingolstadt vor eigenem Publikum sang- und klanglos mit 0:3. Innerhalb von fünf (!) Minuten machten die Schanzer durch Gaus (21.), Antonitsch (23.) und Thalhammer (26.) noch in Hälfte eins alles klar. Braunschweig verlor nicht nur die Partie, sondern auch noch Nkansah, der in der 53. Minute die Rote Karte sah. Mit dem Dreier überholte der FCI den BTSV in der Tabelle.

Lautern kann Pokaleuphorie nicht nutzen

Der 1. FC Kaiserslautern konnte den Rückenwind durch den dramatischen Achtelfinal-Einzug gegen Nürnberg (6:5 i. E.) im DFB-Pokal nicht mit in den Liga-Alltag nehmen. Vor eigenem Publikum unterlagen die Roten Teufel am Samstagnachmittag mit 2:3 gegen die Würzburger Kickers und verbleiben damit unter dem Strich. Sinnbildlich für die Misere der Pfälzer agierte Hemlein. Dem FCK-Kapitän unterlief ein Eigentor (47.), kurz darauf flog er vom Platz (54.). Zu zehnt bewies Lautern immerhin Moral, konnte die dritte Ligapleite in Folge aber nicht mehr abwenden, die Lage wird immer prekärer. Würzburg dagegen fuhr drei wichtige Zähler ein und kann erst einmal durchatmen.

1860 lässt gegen Köln Druck aus dem Kessel

Nach zuletzt drei Liganiederlagen in Folge war bei 1860 München vor dem Duell gegen Viktoria Köln Druck auf den Kessel. Durch den 4:2-Erfolg gegen die Domstädter ließen die Löwen aber ordentlich Dampf ab. Der TSV 1860 führte durch Treffer von Mölders (5.) und Lex (31.) zur Pause mit 2:0. Nach der Pause sorgte Handle (70.) zunächst für Spannung, die Mölders (80.) und Berzel (83.) aber wieder zunichte machten. Kölns Bunjaku sorgte in der 86. Minute für den Endstand.

Packendes Kellerduell ohne Sieger

Eine bislang durchwachsene Saison absolvieren Preußen Münster und der Chemnitzer FC. Dies sollte sich auch am 14. Spieltag nicht ändern, das 3:3 im direkten Duell hilft keinem der beiden Kellerkinder so richtig weiter. Wohl besser leben mit dem Punkt kann der CFC, der immerhin auswärts einen Zähler mitnahm und seinen positiven Trend unter Neu-Trainer Patrick Glöckner (2/2/1) damit fortsetzte. Allerdings gingen die Sachsen dreimal in Führung, letztmals in der 89. Minute durch Bozic. Dosch der SCP hatte durch Özcan (90.+1) das letzte Wort. Dennoch verpasste Münster den Befreiungsschlag, auch das elfte Pflichtspiel in Folge konnte nicht gewonnen werden.

Brünkers Tor lässt Großaspach aufatmen

Am Freitagabend endete die Serie des FSV Zwickau: Nach fünf Ligaspielen ohne Niederlage (zwei Siege, drei Remis) musste sich das Team von Trainer Joe Enochs Großaspach 0:1 geschlagen geben. Der FSV hatte zunächst mehr vom Spiel, mehr als ein Lattentreffer sprang aber nicht heraus. Die Gäste hatten zweimal Aluminiumpech, ehe Brünker (57.) nach einer Ecke das Tor des Tages gelang. Zwickau drängte, hatte Chancen, doch SGS-Keeper Reule war nicht zu überwinden. Großaspach klettert zumindest vorläufig über den Strich.

kon