Leizpig schießt sich Frust von der Seele - Orban fällt aus

Nagelsmann: "Jeder ist so intelligent und weiß, dass man mir vertrauen sollte"

Julian Nagelsmann sitzt auf der Wolfsburger Trainerbank

Julian Nagelsmann übernahm im Sommer das Traineramt bei RB Leipzig. imago images

Zwei Niederlagen und zwei Remis, insgesamt also vier Spiele ohne Sieg, hatten verhindert, dass sich Leipzig an die Spitze des eng zusammengerückten Bundesliga-Felds gesetzt hat. Nach dem 1:2 am vergangenen Wochenende in Freiburg rangieren die Sachsen stattdessen auf dem 6. Platz. Und auch wenn Julian Nagelsmann nach der kleinen Durststrecke nicht in der Kritik stand, war dem 32-Jährigen die Erleichterung nach dem dicken Ausrufezeichen im DFB-Pokal anzumerken. Schließlich wurde der 6:1-Kantersieg bei bis dato ungeschlagenen Wölfe eingefahren. "Ich habe von Klubseite absolute Rückendeckung", stellte Nagelsmann sogleich nach dem Spiel im ARD-Interview klar. "Ich glaube, dass jeder in diesem Verein so intelligent ist und weiß, dass man mir vertrauen kann und sollte."

Druck habe er von Vereinsseite nicht bekommen. Das sei auch gar kein Thema gewesen, erklärte der ehemalige Hoffenheimer Trainer, der nun das erste Mal in seiner Karriere als Coach ins Pokal-Achtelfinale vorgestoßen ist.

Die Entwicklung der Mannschaft sei schließlich noch nicht abgeschlossen - und vorübergehend ausbleibende Ergebnisse dabei einkalkuliert. "Gewisse Prozesse, die man aufbricht, bringen immer ein paar Schwächephasen mit sich", sagte Nagelsmann mit Blick auf die vergangenen vier Partien ohne Sieg in der Bundesliga.

Mvogo beim Gegentor machtlos - Orban muss pausieren

Lediglich zwei Wermutstropfen brachte somit der klare Erfolg beim VfL mit sich. Die Verletzung bei Willi Orban - der Innenverteidiger fällt laut Verein mit einer Kniereizung rund zwei Wochen aus - und das späte Gegentor. Das dürfte besonders Yvon Mvogo geärgert haben, der in dieser Saison zu seinem zweiten Pflichtspieleinsatz (nach dem Erstrunden-Sieg in Osnabrück) kam. Der 25-Jährige war bei Wout Weghorsts Treffer zwar machtlos, an seinem grundsätzlichen Status als Nummer zwei hinter Peter Gulacsi dürfte die Partie aber nichts geändert haben - und damit auch nicht an seinem grundlegenden Problem. Beim Schweizer "Blick" hatte der Keeper erst kürzlich erklärt, dass die Situation für ihn "total, total, total unzufriedenstellend" sei. Ein zeitnaher Wechsel ist allerdings nicht in Sicht, da Leipzig keinen gleichwertigen Ersatz in Aussicht hat. Schon im Sommer war ein Wechsel zum FC Augsburg geplatzt.

pau/oh