Stuttgart: Weiter erhitzte Gemüter

Buchwald: Die Schlammschlacht geht weiter

Meldete sich via Facebook zu Wort: Stuttgarts Ehrenspielführer Guido Buchwald.

Meldete sich via Facebook zu Wort: Stuttgarts Ehrenspielführer Guido Buchwald. imago images

Nachdem am Dienstag ein sich anzeichnender Gerichtsstreit mit dem Technik-Dienstleister Votingtech publik wurde, geht der Streit zwischen Guido Buchwald und seinem Ex-Klub in die nächste Runde. Die Schlammschlacht um das Thema Präsidentenamt geht weiter.

Nachdem der Weltmeister von 1990 nach seiner Nichtberücksichtigung als Präsidentschaftskandidat auf den Klubbeirat mit scharfer Kritik losgegangen war und dieser mit Vorwürfen zurückgekeilt hatte, dass Buchwalds Kandidatur unter anderem an finanziellen Forderungen gescheitert sei, schießt der Ehrenspielführer jetzt via Facebook zurück.

"Über eine Aufwandsentschädigung haben wir vor dem Vereinsbeirat die Positionen ausgetauscht, wobei sich die Aufwandsentschädigung, die ich genannt habe, ungefähr auf dem Niveau des Gehaltes eines Spieler unserer zweiten Mannschaft bewegt, die in der Oberliga spielt. Diskutiert oder gar verhandelt wurde jedoch nicht", erklärt der 58-Jährige, der den Beiratsvorsitzenden Wolf-Dietrich Erhard allgemein bezichtigt, es nicht so genau mit der Wahrheit zu nehmen. "Die Aussagen des Vorsitzenden des Vereinsbeirates dieser Tage vor der Presse entsprechen nicht der Wahrheit."

Während es sportlich wieder einen Hauch von Entspannung zu bemerken gibt, liegen die Nerven hinter den Kulissen weiterhin blank. Neben dem Theater um das Präsidentenamt geht der Streit um die Verantwortung für die WLAN-Panne bei der jüngsten Mitgliederversammlung im vergangenen Sommer ebenfalls weiter. Während der Klub der Berliner Firma Votingtech die Schuld zuschiebt und deswegen eine geforderte Zahlung von rund 30000 Euro zurückhält, hat der Dienstleister einen Vollstreckungsbescheid erwirkt. Wie bei Buchwald darf man hier ebenfalls auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

George Moissidis