Wolff über die Erfolgsserie des Briten: "Nie erwartet"

Hamilton auf Rekordjagd: 2020 winkt Schumachers Bestmarke

Auf dem Weg, beinahe alle Rekorde in der Formel 1 zu brechen: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton.

Auf dem Weg, beinahe alle Rekorde in der Formel 1 zu brechen: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton. imago images

Beim drittletzten Saisonlauf in Austin am Sonntag genügt Hamilton (34) schon ein achter Platz, um erneut Weltmeister zu werden.

2020 winkt Schumachers Bestmarke

"Es ist eine außerordentliche Reise, auf der wir zusammen sind. Das hat viel mit dem Vertrauen zu tun, das wir aufgebaut haben", sagte Wolff. Hamilton war 2013 zum Mercedes-Werksteam gewechselt und könnte 2020 in seinem vorerst letzten Vertragsjahr die Bestmarke des siebenmaligen Champions Michael Schumacher egalisieren. "Ja, das ist möglich. Aber erst einmal müssen wir immer wieder ein Auto bauen, das stark genug ist. Dann kann er diese Rekorde brechen", sagte Wolff.

Bei den Pole Positions hat Hamilton Schumachers Bestmarke von 68 ersten Startplätzen längst pulverisiert und stand selbst schon 87-mal auf Platz eins in der Startaufstellung. Mit 83 Siegen liegt der Brite nur noch acht Renntriumphe hinter Schumacher (91). Bei den meisten Schnellsten Rennrunden allerdings führt Schumacher (77) noch klar vor Hamilton (46).

Wolff: "Natürlich wird der Druck wachsen"

Die Jagd nach dem Schumacher-Titel-Rekord könne für Hamilton und das Team "ein spannendes neues Ziel" werden, versicherte der Österreicher Wolff. "Natürlich wird der Druck wachsen. Aber wenn er nicht in der Lage wäre, diesen Druck auszuhalten, wäre er auch nicht unter den erfolgreichsten Fahrern aller Zeiten", sagte der 47-Jährige.

Hamilton mit über 40 in der Formel 1?

Wie es nach Ablauf seines Kontrakts bei Mercedes weitergeht, sei für Hamilton noch nicht sicher. "So lange er das Rennfahren genießt, und das tut er zurzeit, sehe ich keinen Grund, warum er aufhören sollte", sagte Wolff. Es sei durchaus denkbar, dass Hamilton ähnlich wie Schumacher oder aktuell der Finne Kimi Räikkönen noch mit über 40 in der Formel 1 starte. "Warum nicht?", meinte Wolff.

mas/dpa

F1-Weltmeister: Nur Schumacher ist noch vor Hamilton