Mainz: Verlässlichkeit und Konstanz gesucht

Quaison geht mit Leichtigkeit voran

"Das Selbstvertrauen ist da": Der Mainzer Robin Quaison ist in Form. picture alliance

Es war kein Glückstreffer, Robin Quaison kann es mehr als einmal: Seinen sehenswerten 25-Meter-Treffer, der die Nullfünfer am Freitagabend gegen Köln auf die Siegerstraße brachte, wiederholte der Schwede im Training am Dienstag. Wenn auch wenige Meter näher am Tor. "Man spürt aktuell eine gewisse Leichtigkeit in seinem Spiel, das Selbstvertrauen ist da", betont Schwarz.

Schwarz nimmt Quaison in die Pflicht

Schon im vergangenen Jahr gelangen Quaison sieben Treffer - Platz zwei in der internen Torjägerliste hinter Jean-Philippe Mateta. Dessen Ausfall kann der aktuell gut aufgelegte Angreifer mehr und mehr kompensieren. "Von der Abschlussquote und der Konsequenz ist das sehr gut", lobt Schwarz seinen Schützling. Doch ausruhen dürfe sich dieser darauf nicht: "Da gilt es jetzt, dran zu bleiben und das verlässlich über die ganze Saison abzurufen."

Der 26-Jährige profitiert von seiner Variabilität. "Er hat sehr intelligente Laufwege in die Tiefe, setzt zudem fußballerisch sehr gute Akzente", beschreibt sein Coach die Stärken des Nationalspielers. Daraus resultieren - je nach Nebenmann im Angriff - auch verschiedene Aufgaben. Läuft Karim Onisiwo an seiner Seite auf, übernimmt Quaison mehr den hängenden Part. "Er bewegt sich dann häufig zwischen den Linien", erläutert Schwarz. Wodurch Onisiwo seine "Gradlinigkeit zum Tor" ausspielen könne.

Neben Szalai marschiert Quaison mehr in die Tiefe

Ganz anders die Aufgabenstellung, wenn Adam Szalai in der Startformation steht. Neben dem körperlich präsenten Ungarn darf Quaison in vorderster Front agieren. "Adam spielt dann mehr mit dem Rücken zum Tor, schirmt die Bälle ab. Dadurch verändert sich die Verhaltensweise von Robin, der mehr in die Tiefe marschiert", beschreibt Schwarz. So oder so, Quaison fügt sich derzeit jeder Rolle und geht darin auf.

Das kommt auch der gesamten Stimmungslage rund um die Mainzer zugute. Der wichtige 3:1-Erfolg über den 1. FC Köln war auch vier Tage später noch präsent. "Wir haben genau das, was wir trainiert und besprochen haben, auch auf den Platz bekommen. Jetzt gilt es, Verlässlichkeit und Konstanz in die Abläufe zu bekommen. Dazu klar zu bleiben. Es wird immer wieder schwierige Momente für Mainz geben. Doch wir haben erneut den Beweis angetreten, dass wir diese Situationen meistern können", sagte Schwarz.

Moritz Kreilinger

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 - 1. FC Köln