3. Liga

1. FC Kaiserslautern: Der Nächste wirft das Handtuch

Frey: "Das Vertrauensverhältnis ist derart gestört"

Kaiserslautern: Der Nächste wirft das Handtuch

1. FC Kaiserslautern

Bewegende Zeiten: 1. FC Kaiserslautern. imago images

Frey war erst im September in den Vorstand des e.V. berufen worden. Zuvor war der gebürtige Kaiserslauterer bereits Leiter der Triathlonabteilung. Obwohl Frey seine Aufgabe mit vielen Plänen und Visionen anging, folgte nun das frühe Ende. "Nach lediglich vier Wochen der Amtstätigkeit als Vorstandsmitglied muss ich leider feststellen, dass ich bereits in dieser Zeit Vorkommnisse erleben musste, die leider mit meinen Werten nicht vereinbar sind", schrieb Frey in seinem Statement bei facebook.

Nachfolgend wurde Frey konkreter: "Insbesondere wurde ich als Vorstandsmitglied nicht schriftlich durch Übersendung einer Einladung nebst Tagesordnung über die Versammlungen der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH und/oder Hauptversammlung der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KG informiert. Dies hat zur Folge, dass ich zu keiner Zeit schriftlich informiert war, dass eine Wahl eines Aufsichtsrates terminiert wurde."

Die Wahl von Flavio Beccas Berater Patrick Gregorius in den Aufsichtsrat schlug hohe Wellen. Damit bestätigt Frey auch die Berichterstattung des kicker und widerspricht der Darstellung des Vereins, dass die Wahl Gregorius' eine gemeinsame Entscheidung des dreiköpfigen Vorstandes um den in der Kritik stehenden Wilfried de Buhr war.

"Wenn ein Vorstandsmitglied erst nach einer Sitzung informiert wird, dass weitreichende Entscheidungen getroffen wurden (Wahl des Aufsichtsrates des KG) sehe ich das Vertrauensverhältnis derart gestört, dass ich mein Amt als Vorstandsmitglied am heutigen Tag mit sofortiger Wirkung niedergelegt habe. Ich bedauere diesen Schritt sehr. Mein ganzes Leben lang hängt mein Herz an diesem Verein. Ich arbeite seit Jahren in und für diesen Verein - und werde das soweit mir möglich auch immer tun. Es war für mich die größte Ehre, diesen Verein an der Spitze repräsentieren zu können. Das kann ich aber nur - und das hatte sich in meiner Vereinsarbeit und Berufsleben immer bewährt - mit reinem Gewissen", so Frey abschließend.

Moritz Kreilinger