LaFleur überflügelt Lombardi

Packers schlagen starke Chiefs: Rodgers spezial - Jones folgt seinem Spiegel

67 Rushing Yards, 159 Receiving Yards: Aaron Jones (M.) war in Kansas City nicht beizukommen.

67 Rushing Yards, 159 Receiving Yards: Aaron Jones (M.) war in Kansas City nicht beizukommen. Getty Images

In den vier Wänden von Packers-Running-Back Aaron Jones gibt es einen Spiegel. Es kleben drei Zettel daran, auf denen Ziele stehen, die sich Jones voller Optimismus gesetzt hat. Die NFL mit den meisten Rushing Touchdowns, Receiving Touchdowns und gesamten Touchdowns anzuführen.

Dass Quarterback und Namensvetter Aaron Rodgers ihm zurecht attestiert, "talentiert zu sein", untermauerte der 24-jährige Jones auch bei den geschwächten Kansas City Chiefs, die nicht auf ihren Star-Quarterback Patrick Mahomes zurückgreifen konnten.

Kansas City dreht das Spiel

Eine schöne 29-Yard-Bogenlampe von Mahomes-Vertreter Matt Moore auf Tight End Travis Kelce glich die frühe 14:0-Führung der Packers durch kurze Touchdowns von Jones und Jamaal Williams aus - vier Minuten später lief Chiefs-Running-Back Hardman nach einem kurzen Pass von Moore 30 Yards in die Endzone zum 14:14-Ausgleich. Und KC legte sogar nach, ein 28-Yard-Field-Goal von Harrison Butker stellte zur Pause auf 17:14 Chiefs. Spiel erst einmal gedreht.

Aus 35 Yards Entfernung glich Packers-Kicker Mason Crosby nach dem Seitenwechsel zum 17:17 aus - der einzige Score im umkämpften und von den Defenses dominierten dritten Viertel. Wild auf dem Scoreboard ging es dafür zu Beginn des finalen Abschnitts zu: Rodgers (29 Rushing-Yards) fand zunächst zum zweiten Mal Jamaal Williams - und wie: Im Fallen, zwei Chiefs-Verteidiger hatten bereits die O-Line durchbrochen, schleuderte "A-Rod" das Ei millimetergenau ins rechte hintere Eck der Endzone, wo der gedeckte Williams eigentlich nur noch zupacken musste. Ein verrückter Wurf, ein "Rodgers spezial" sozusagen.

Jones gibt Moore keine Chance mehr

Doch die Chiefs um den starken Moore (24 von 36, 267 Yards, zwei Touchdowns, keine Interception) ließen sich nicht abschütteln: Nach zehn Plays und 75 Yards stellte Damien Williams auf 24:24. Dann allerdings meldete sich der Mann mit dem Spiegel zurück: Rodgers warf an der eigenen 30-Yard-Linie quer zu Jones, der durch mehrere Verteidiger hindurch 67 Yards in die Endzone sprintete und für den 31:24-Endstand sorgte.

Der würdige Mahomes-Vertreter Moore kam trotz eines starken Punts bis an Green Bays Zwei-Yard-Linie nicht mehr an das Spielgerät, weil Matchwinner Jones sein Konto mit wichtigen Läufen und dem entscheidenden First-Down auf 226 Total Yards aufstockte. Seine 159 Receiving Yards waren übrigens noch nie einem Packers-Running-Back gelungen. Des Weiteren steht Jones nun bei insgesamt elf Touchdowns - den meisten in der NFL.

Der starke Start des NFL-Rekordchampions bedeutete auch für Head Coach Matt LaFleur eine historische Bestmarke, die selbst Ikone Vince Lombardi nicht erreicht hatte: Mit 7:1 war noch kein Packers-Head-Coach in seine Karriere gestartet.

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