Deutschlands Bester landet auf Platz 3

TNC Predator gewinnt ESL One Hamburg

TNC Predator beerbt Team Secret als Titelsieger der ESL One Hamburg

TNC Predator beerbt Team Secret als Titelsieger der ESL One Hamburg. kicker eSport

Schon in der Gruppenphase und den ersten K.o.-Runde hatte TNC Predator die eigenen Titelambitionen angedeutet. Nur eine Partie gaben die drei Philippinos, gepaart mit einem Australier und einem Südkoreaner auf ihrem Weg ins Finale ab. Das beinhaltete auch einen 2:0-Sieg gegen Gambit Gaming. Angeführt von ihrem 18-jährigen Younstar 'gpk' kam die russische Mannschaft übers Lower Bracket aber nochmal zurück und erkämpfte sich eine Revanche.

Im Finale der ESL One Hamburg ging TNCs Durchmarsch vorerst weiter. Eine aggressiv gespielte Strategie voller Helden, die Monster beschwören können, holte den ersten Punkt in unter 23 Minuten. Gambit ließ jedoch nicht locker, glich zum 1:1 aus und kam auch nach der anschließenden Niederlage erneut zurück, um ein fünftes Spiel zu erzwingen. Dort war es ein von Armel 'Armel' Tabios gesteuerter Alchemist, der TNC den Sieg brachte. Während seine Teamkollegen Gambits Spieler ablenkten, sammelte er so viel Gold, dass kein Gegner mehr einen Kampf gegen ihn wagen konnte - über 1.100 Gold pro Minute stand am Ende in seiner Statistik. Dank dem daraus resultierenden Item-Vorteil ging jedes Gefecht zugunsten von TNC Predator aus und der Titel war gewonnen. 300.000 US-Dollar holt die siegreiche Mannschaft, die in Hamburg erst ihren zweiten großen Erfolg bei einem Offline-Turnier feiert. Das war zum Teil zwar auch der Abwesenheit diverser Topteams zu verdanken, dennoch zeigte sich TNC in starker Form für das erste offizielle Major im November.

'Fata' bester Deutscher

Für zwei der drei Deutschen endete das Heimturnier in einer großen Enttäuschung. Jan 'Qupe' Tinnemeier und Maximilian 'qojqva' Bröcker waren mit ihren jeweiligen Teams, Vikin.gg und Team Liquid, schon in der Gruppenphase ausgeschieden. Adrian 'Fata' Trinks kam mit Allliance immerhin bis ins Lower Bracket Finale. Dort war gegen Gambit Gaming jedoch Schluss. Trotz einer 1:0-Führung und guten Ausgangslagen in den zwei Folgespielen, unterlag seine Mannschaft. Trinks hatte selbst dazu beigetragen: Der 26-Jährige ließ sich mehrfach unachtsam erwischen und kostete Alliance damit die Finalteilnahme.

Christian Mittweg