Kehrt Gislason wieder zurück?

Koschinat: "Deutschlandweit sind die Augen auf uns gerichtet"

Uwe Koschinat

Will gegen Wiesbaden die Trendwende einleiten: Sandhausens Trainer Uwe Koschinat. imago images

"Ich verschließe grundsätzlich nie die Augen vor Trends", beginnt Koschinat seine Ausführungen im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Wiesbaden. "Und der aktuelle Trend ist definitiv nicht positiv." Zwei magere Pünktchen aus den vergangenen fünf Partien sprechen eine eindeutige Sprache, obgleich sich der Coach sicher ist, dass "unsere Leistungen in den letzten fünf Spielen sicherlich nicht nur zwei Punkte wert" waren.

Bis auf Rang 15 sind die Sandhäuser aktuell abgerutscht, nun gilt es gegen das Tabellenschlusslicht aus der hessischen Landeshauptstadt, "den Trend in die andere Richtung zu zerren" und "diesen Spieltag mit einem Sieg abzuschließen. Das muss unser absolutes Ziel sein", so Koschinat. Zumal der ungewohnte Termin für den Großteil seiner Spieler wohl ein Highlight darstelle. "Das ist sicherlich etwas Besonderes mit diesem Alleinstellungsmerkmal. Deutschlandweit sind die Augen dann doch auf uns gerichtet", freut sich der 48-Jährige mit Hinblick auf die Tatsache, dass dies "beim Spiel Sandhausen gegen Wehen Wiesbaden an einem normalen Spieltag nicht so sehr der Fall" wäre. "Deshalb wollen wir uns logischerweise auch gut präsentieren."

Die Entwicklung von Wiesbaden und die Art und Weise, wie man intern mit einem schwierigen Saisonstart umgegangen ist, nötigt einem Respekt ab.

Uwe Koschinat

Mit einem sehr deutlichen Sieg gegen den SVWW, sprich mit mindestens sechs Toren Differenz, könnte Sandhausen zum Abschluss dieses 11. Spieltages gar einen Sprung von Rang 15 auf sechs hinlegen. Ob ein solches Szenario am Hardtwald eintritt, sei dahingestellt, schließlich reiten die Gäste mit sieben Zählern aus den letzten drei Partien derzeit auf einer Euphoriewelle. "Die Entwicklung von Wiesbaden und die Art und Weise, wie man intern mit einem schwierigen Saisonstart (ein Punkt aus den ersten sieben Spielen, Anm. d. Red.) umgegangen ist, nötigt einem Respekt ab", sagt Koschinat, ist aber dennoch "der Überzeugung, dass wir als SV Sandhausen mit unserer Zweitligaerfahrung und der Qualität des Kaders absolut in der Lage sind, dieses Heimspiel zu gewinnen".

Möglicherweise dabei mithelfen, dieses Unterfangen in die Tat umzusetzen, kann dabei Rurik Gislason. Der Isländer, der zuletzt aufgrund eines doppelten Bänderrisses im linken Knöchel ausfiel, mischte unter der Woche wieder im Mannschaftstraining mit und könnte am Abend durchaus zum Einsatz kommen. Ein großes Fragezeichen steht derweil über Aziz Bouhaddouz: Der Neuzugang droht mit einer leichten Wadenverletzung auszufallen.

kög