Pollersbeck auf der Bank

Hecking - große Rotation als Option

Julian Pollersbeck überzeugte Dieter Hecking (l.), ihn wieder in den Kader aufzunehmen.

Julian Pollersbeck überzeugte Dieter Hecking (l.), ihn wieder in den Kader aufzunehmen. imago images

"Wir sehen eine gute Entwicklung bei ihm und wollen ihm das Zeichen geben, dass er nicht abgeschrieben ist", sagt der Coach. Und deutet an, dass es gegenüber dem 6:2 in der Liga weitere Veränderungen geben kann.

Kniffe vom Samstag müssen am Dienstag nicht funktionieren

"Die Herangehensweise am Samstag war gut", erklärt der Coach, "das heißt aber nicht, dass sie Dienstag die Gleiche sein muss." Mit der Versetzung von Bakery Jatta auf den rechten Flügel hat er den Tempovorteil auf der linken Stuttgarter Abwehrseite ausgespielt, mit Christoph Moritz zudem Ballsicherheit im Zentrum garantiert. Weil es die Besetzung seines Kaders hergibt, auf den Gegner oder auf Formschwankungen zu reagieren.

Wie reagiert Hecking nun? "Selbst, wenn ich drei, vier oder fünf Wechsel vornehmen würde, wäre die Qualität die Gleiche", erklärt Hecking, "jetzt sind alle im Trainingsalltag drin, wir haben einen großen Konkurrenzkampf."

Kapitän Hunt vor Rückkehr

Bei Aaron Hunt zum Beispiel "sieht es sehr gut aus", der Kapitän brennt nach auskurierter Zerrung auf seinen Einsatz; David Kinsombi überzeugte während seines Joker-Einsatzes als Torvorbereiter; Lukas Hinterseer will den festen Platz in der Sturmmitte zurück; Timo Letschert stabilisierte nach seiner Einwechslung am Samstag die zwischenzeitlich wacklige Abwehr. "Jeder zeigt mir in jeder Einheit, dass er unbedingt dabei sein will. Ich spüre in der Mannschaft einen großen Hunger", sagt Hecking.

Für Hecking hat die Liga keine Priorität

Der Trainer verspürt diesen Hunger ebenso. Ein möglicher größerer Umbau der Startformation soll keineswegs ein Rückschluss darauf sein, dass der 55-Jährige die Liga priorisiere. "Wir schenken gar nichts ab. Der HSV hat gerade letztes Jahr gesehen, wie reizvoll es sein kann als Zweitligist im Pokal weit zu kommen." Dass Torfestival vom Wochenende soll dabei die Sinne nicht vernebeln. "Der VfB wird aus seinen Fehlern gegen uns lernen", glaubt Linksverteidiger Tim Leibold. Doch nicht nur die Schwaben wollen sich anders präsentieren - auch der HSV könnte ein verändertes Gesicht haben.

Sebastian Wolff