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Xhaka contra Arsenal-Fans: Eklat bei der Auswechslung

Trainer Emery kritisiert seinen Kapitän

Eklat bei der Auswechslung: Xhaka contra Arsenal-Fans

Granit Xhaka bei Arsenals 2:2 gegen Crystal Palace

Wurde provoziert - und provozierte: Granit Xhaka bei Arsenals 2:2 gegen Crystal Palace. imago images (2)

Der FC Arsenal hat am Sonntag eine 2:0-Führung gegen Crystal Palace verspielt und nach dem 2:2-Remis bereits vier Punkte Rückstand auf die Champions-League-Ränge. Und dann gibt es auch noch ein offenes Zerwürfnis zwischen Fans und Kapitän.

Im September hatte Trainer Unai Emery demonstrativ Granit Xhaka zum Nachfolger des abgewanderten Laurent Koscielny ernannt, obwohl der Ex-Gladbacher schon damals einen schweren Stand bei Teilen der Anhänger hatte. Am Sonntag nun kam es zum Eklat.

Erst ironischer Jubel, dann Buhrufe - und Xhaka provoziert zurück

Als in der 61. Minute, neun Minuten nach Palace' Ausgleichstreffer, Xhakas Rückennummer 34 aufleuchtete, brandete im Emirates ironischer Jubel auf. Als der Mittelfeldspieler dann auch noch gemächlich Richtung Außenlinie ging, wurden daraus Buhrufe - und Xhaka gab die Provokationen zurück.

Erst feuerte er die Fans mit ausgebreiteten Armen an, dann hielt er sich die Hand hinters Ohr. An der Seitenlinie angekommen, schien er noch eine Beleidigung Richtung Publikum zu rufen, vermasselte - ob absichtlich oder nicht - den Handschlag mit Emery, riss sich das Trikot vom Leib und begab sich direkt in die Katakomben.

Emery: "Er hat sich falsch verhalten"

Emery, der seinem Kapitän vor rund einem Monat öffentlich gestärkt hatte, als er im Heimspiel gegen Aston Villa (3:2) schon einmal bei der Auswechslung ausgebuht worden war, gab sich schmallippig, als er nach dem Spiel auf den Vorfall angesprochen wurde. "Er hat sich falsch verhalten", sagte der Spanier, "aber wir werden intern darüber sprechen." Er wolle "ruhig bleiben" und erst einmal mit Xhaka selbst reden.

Der 27-jährige Schweizer, der 2016 für 45 Millionen Euro von Gladbach zu Arsenal gewechselt war, muss wohl mit einer klubinternen Strafe rechnen. Die Sündenbock-Rolle, die er bei vielen Anhängern seit Monaten hat, wird er so schnell nicht mehr loswerden.

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jpe