Gladbach behauptet zum zweiten Mal in Folge die Tabellenführung

Erinnerungen an die Meistersaison - Sorgen um Embolo und Jantschke

Marcus Thuram feiert mit Lars Stindl

Immer wieder diese Eckfahne: Marcus Thuram (Mitte) feierte auf seine typische Art und Weise den 4:2-Heimsieg mit den Kollegen. imago images

Die älteren Fans der Borussia dürften sich am Sonntagabend nach dem 4:2 über Frankfurt beim Blick auf die Tabelle die Augen gerieben haben. Zum zweiten Mal hintereinander hat der VfL die Tabellenführung behauptet und ist damit seit drei Spieltagen ganz oben. So lange in Folge an der Spitze waren die Fohlen nämlich letztmals in der bis dato letzten Meistersaison 1976/77.

Coach Marco Rose hielt bei aller Euphorie den Ball flach, die Tabellenführung nehme er dennoch "gerne mit". Er freute sich mehr "über die Leistung" seiner Mannschaft, von der er eine "sehr gute erste Halbzeit" gesehen hatte - und auch eine "sehr gute Reaktion" auf die beiden Anschlusstreffer zum 1:2 und 2:3. Am Optimum wollte der 43-Jährige sein Team noch nicht verorten. "Wir können gerne immer wieder in allen Bereichen draufpacken", so der VfL-Coach am "Sky"-Mikrofon. "In der Liga geht es darum, dass wir unser Spiel weiterentwickeln, besser werden."

Embolo spürte schon vor seiner Vorlage einen Stich

Den Führungstreffer durch Marcus Thuram bezeichnete Rose als "sehr schönes Tor" - eines mit Makel: "Leider hat sich Breel dabei verletzt." Vorlagengeber Breel Embolo spürte in der linken Kniekehle einen Stich, brachte den Ball aber noch hervorragend in die Mitte, sodass Sturmpartner Thuram nur noch einzuschieben brauchte. "Wir gehen von einer Muskelverletzung aus, da müssen wir noch gucken", so Rose. Mit Blick auf das Pokalspiel steht hinter Embolo in jedem Fall ein Fragezeichen. Das gilt auch für Verteidiger Jantschke, der sich am Oberschenkel verletzte und zur Pause durch Louis Jordan Beyer ausgetauscht werden musste.

Lars hat sich reingebissen, obwohl er noch gar nicht für so viel Einsatzzeit bereit ist.

Marco Rose über Lars Stindl

Die beiden verletzten VfL-Profis durften nach 90 Minuten aber jubeln. Seinen Anteil am sechsten Saisonsieg hatte auch Lars Stindl, der Embolo nach 35 Minuten ablöste. "Lars hat sich reingebissen, obwohl er noch gar nicht für so viel Einsatzzeit bereit ist", lobte Rose. Nach seinem Elfmetertor in Rom und der Geburt seines zweiten Kindes krönte der Gladbacher Kapitän die "spannende Woche" (Rose) mit einem Assist vor dem 4:2.

Den Grundstein für den dritten Heimsieg sah Keeper Yann Sommer klar in der ersten Halbzeit, der der Schweizer das Prädikat "überragend" verlieh. Nach dem dritten Heimsieg in der Liga beteiligte sich Sommer nicht an den Träumereien und warf nur ein: "Wir genießen das jetzt. Alles andere interessiert mich jetzt nicht."

msc/jan

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Gladbach bleibt Tabellenführer - "Ein phänomenales Gefühl"

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