Letzter Weltcup - Lead-Klettern in Inzai

Routinier Kim in Zeitlupe zum Titel - Shimizu lässt Heimfans jubeln

Jain Kim jubelt über ihren Sieg in Inzai.

Jain Kim jubelt über ihren Sieg in Inzai. IFSC/E.F.

Der 23-jährige Shimizu verwies vor den heimischen Fans den Spanier Alberto Ginés Lopez und den Italiener Stefano Ghisolfi auf die weiteren Podiumsplätze.

In den beiden Routen der Qualifikation, die am Samstag geklettert wurden, erreichte lediglich der Ukrainer Fedir Samoilov jeweils den Topgriff - im Halbfinale scheiterte er dann aber früh und erreichte nur eine Wertung von 10+. Für den Einzug ins Finale wäre eine Wertung von 30+ notwendig gewesen.

Ein Versprechen für die Zukunft: Ginés Lopez bestätigt seine starke Form

Alberto Ginés Lopez

Zweiter und mit viel Potenzial ausgestattet: Der erst 17-jährige Alberto Ginés Lopez. IFSC/E.F.

Im Semifinale legte der erst 17-jährige Ginés Lopez den besten Auftritt hin und erreichte als Einziger von 26 Athleten das oberste Ende der Route. Ein ganz bitteres Halbfinale erlebte der zuletzt so starke Kai Harada, der vorm Heimpublikum Nerven zeigte und kurz nach dem Start ausstieg.

Im Finale der besten Acht legte dann Shimizu die beste Kletterpartie hin und sicherte sich eine Wertung von 38+, Ginés Lopez landete bei 36+ und Ghisolfi bei 32+.

Aus deutscher Sicht kam Sebastian Halenke am weitesten. Der 24-Jährige aus Lahr zog als 15. nach den beiden Qualifikations-Routen als einer von zwei deutschen Teilnehmern ins Semifinale ein und erreichte dort eine Wertung von 25+. Der 25-jährige Christoph Hanke aus Olching belegte den 29. Platz bei insgesamt 54 Teilnehmern.

Sebastian Halenke

Bester Deutscher: Sebastian Halenke. IFSC/E.F.

Nur Kim im Finale zum Top - Seo auf Platz drei hinter Garnbret

Bei den Damen setzte sich nach der zurückliegenden Dominanz der 15-jährigen Chaehyun Seo diesmal ihre routinierte Landsfrau Jain Kim durch. Die 31-Jährige schaffte als Einzige des Finals, den Topgriff zu erreichen. Dabei kletterte die statistisch erfolgreichste Kletterin wie in Zeitlupe nach ganz oben, nutzt ihre sechs Minuten fast vollständig aus und wirkte kein einziges Mal unter großen Stress an der Wand. Zum Lohn gab es den 30 Weltcup-Sieg ihrer Karriere.

Janja Garnbret aus Slowenien kam ihr mit einer Wertung von 39 am nächsten, mit 37+ schloss Seo ihre erste Saison bei den Damen als Dritte ab. Damit stehen für sie vier Siege, ein zweiter und ein dritter Platz zu Buche. Den Gesamt-Weltcup hatte sie schon nach ihrem Erfolg im chinesischen Xiamen am vergangenen Wochenende eingetütet.

Zwei Generationen: Die Südkoreanerinnen Chaehyun Seo und Siegerin Jain Kim.

Zwei Generationen: Die Südkoreanerinnen Chaehyun Seo und Siegerin Jain Kim. IFSC/E.F.

Die beiden DAV-Kletterinnen Afra Hönig und Alma Bestvater landeten im 52er-Starterfeld auf den Plätzen 34 und 35, das Semifinale der besten 26 verpasste das Duo.

Nun wartet Toulouse

Nach dem Abschluss der Weltcup-Wettkämpfe steht Ende November das olympische Qualifikationsevent in Toulouse an. Mit der zweiten von drei Quali-Wettkämpfen - den ersten bildete die WM in Hachioji/Japan Mitte August - werden in Frankreich weitere sechs Olympia-Tickets je Geschlecht vergeben. Diese müssen im Olympic-Combined-Modus erkämpft werden.

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bst

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