DFB-Vizepräsident soll Grindel-Lücke schließen

Einstimmig: Koch soll DFB bei der FIFA und der UEFA vertreten

DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch

DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch soll der deutsche Vertreter bei FIFA und UEFA werden. imago images

Nach dem Rückzug des ehemaligen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel, der im April seine Ämter bei der FIFA und der UEFA niedergelegt hatte, ist der DFB dort nicht mehr vertreten. Das soll sich nun ändern. Koch soll den deutschen Fußball auf der großen Bühne wieder vertreten. Das DFB-Präsidium hat am Freitag in Frankfurt/Main "einstimmig" beschlossen, Koch für die möglichen Sitze im Council des Weltverbands FIFA sowie im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA vorzuschlagen.

"Dr. Rainer Koch ist dank seiner langjährigen Erfahrung und seines großen Netzwerks der ideale Kandidat, um die Interessen des deutschen Fußballs in den internationalen Gremien zu vertreten", meinte der neue DFB-Präsident Fritz Keller: "Er ist auch bei den Kolleginnen und Kollegen der UEFA und der FIFA ein hoch angesehener und geschätzter Fachmann, der nicht nur die Spitze, sondern auch die Basis und damit alle Facetten des Fußballs im Blick hat."

Peter Peters, DFB-Vizepräsident und Stellvertretender Sprecher des Präsidiums der DFL unterstrich die Bedeutung für den deutschen Fußball, "auch weiterhin mit einer Stimme im Exekutivkomitee der UEFA sowie im Rat der FIFA vertreten" zu sein. "Dort werden wichtige Entscheidungen getroffen, die mit darüber bestimmen, wie und wohin sich der Fußball in den kommenden Jahren entwickeln wird", so Peters, der wie seine Kollegen im Präsidium überzeugt ist, "dass Rainer Koch diese Aufgabe im Sinne des gesamten deutschen Fußballs angehen wird."

Die Wahl findet beim UEFA-Kongress in Amsterdam am 3. März 2020 statt. Im UEFA-Exko wäre Koch, sollte er das Vertrauen bekommen, zunächst ein Jahr vertreten, im FIFA-Council drei Jahre.

nik