BVB-Trainer hofft im Derby auf Reus

Favre und die Nachfolger-Gerüchte: "Nicht okay für mich"

Lucien Favre

Weiß, wie wichtig das Derby ist - auch für ihn: BVB-Trainer Lucien Favre. Getty Images

Sollte Lucien Favre vor dem Derby auf Schalke am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) großen Druck verspüren, lässt er ihn sich nicht anmerken. "Es ist ein Derby, das ist sehr speziell", sagte Borussia Dortmunds Trainer gut 24 Stunden vorher - und lächelte breit.

Seit dem 0:2 bei Inter Mailand ist die Luft für Favre bedrohlich dünn geworden, und dass bereits über Nachfolger wie José Mourinho spekuliert wird, macht die Lage nicht besser. "Das ist heutzutage so. Was können wir machen?", zuckte Favre am Freitag mit den Schultern. Es werde übertrieben, wenn alles gut läuft, und dann, wenn nicht. "Ich habe kein Problem damit, ich kann damit gut leben." Um einige Sekunden später, wieder lächelnd, nachzuschieben: "Das heißt nicht, dass es okay für mich ist."

Ähnlich offen wie Favres Zukunft ist die Personallage. Schlüsselspieler Marco Reus ("In unserem 4-2-3-1-System ist Marco sehr, sehr wichtig") gehe es "viel besser", man werde "sehen, ob es möglich ist". Dazu gebe es ein paar erkältete Spieler, die fraglich sind, sagte Favre, ohne Namen zu nennen. Paco Alcacer (muskuläre Probleme in der Wade) und Marcel Schmelzer (Zerrung im Hüftbeuger) fallen weiterhin aus.

Wenn man woanders Lewandowski und Gnabry wegnimmt, sieht das tormäßig auch ein bisschen anders aus.

Michael Zorc

Dass es in Mailand ohne Reus und Alcacer offensiv hakte, beunruhigt die BVB-Bosse offiziell nicht. "Das sind unsere zwei torgefährlichsten Spieler", so Sportdirektor Michael Zorc. "Das ist eine absolute Besonderheit gewesen. Wenn man woanders Lewandowski und Gnabry wegnimmt, sieht das tormäßig auch ein bisschen anders aus."

An der Einstellung soll es am Samstag allerdings nicht scheitern. "Ich erwarte schon, dass man unserer Mannschaft ansieht, dass sie die Bedeutung dieses Spiels kennt - natürlich für die Tabelle, aber ganz besonders für uns selbst, für unsere Fans", appellierte Zorc. "Ich erwarte, dass man ihr ansieht, dass sie dieses Spiel mit jeder Faser des Körpers gewinnen möchte. Wenn Schalke einen Meter macht, machen auch wir einen Meter und noch etwas mehr."

jpe

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