No-Loss-Glitch, "Heimschwitzer" und Zeitschinder

FIFA 20: Unsportlichkeiten plagen FUT Champions

UnsportlichkeitenFIFA: Viele Spielern in FIFA 20 droht eine Verwarnung. EA SPORTS/kicker eSport

Wer sich derzeit auf Social Media oder in den Streams der Profis umhört, bekommt eine Menge Unmut präsentiert - und das liegt nur zum Teil am Gameplay oder den Servern. Vielmehr sind es Unsportlichkeiten der Spieler, die das FIFA-Erlebnis stören.

Es fängt harmlos an, mit Leuten, die auf Zeit spielen. 70 Minuten durchgängig in der eigenen Hälfte herum passen, ist allerdings mehr als nur ein wenig Zeitspiel. Auch der No-Loss-Glitch hat nichts mit Fair-Play zu tun und ist gegen EAs Regeln. Hinter dem Glitch steckt eine Technik, die es ermöglicht, Spiele folgenlos abzubrechen, wenn man im Rückstand ist. Niederlagen können somit vermieden und ein besseres Ergebnis in der Weekend League garantiert werden.

Heim-Problematik besteht weiter

Auf der Jagd nach dem 30:0 sind es aber nicht die einzigen Unsportlichkeiten. Ein paar aufmerksame Spieler haben herausgefunden, wie es möglich ist, schon vor Matchbeginn zu wissen, ob man zu Hause oder auswärts spielt - ein altbekanntes Problem. Angeblich soll es nämlich auch auf dem virtuellen Rasen einen Heimvorteil geben, der sich in einer besseren Verbindung zum Server niederschlägt. Gerüchteweise wird die Methode zudem von Profis genutzt, um einander aus dem Weg zu gehen. Denn wenn ein Großteil der FIFA-Elite nur Heimspiele bestreitet, treffen sie seltener aufeinander. Solche Spieler werden spöttisch "Heimschwitzer" genannt.

Stream-Sniping

Kein Problem der Allgemeinheit, aber für einzelne Spieler, ist das Stream-Sniping. Darauf machte am 21. Oktober der Amerikaner 'RunTheFUTMarket' aufmerksam. In seinem Stream traf er ungewöhnlich häufig auf professionelle oder semi-professionelle Spieler in seinen letzten Begegnungen der Weekend League. An sich wäre das noch kein Problem. Screenshots zeigen jedoch, dass diese Profis geplant zur gleichen Zeit wie 'RunTheFUTMarket' die Match-Suche starteten, um auf ihn zu treffen und seine Statistik zu vermiesen. Das ist nicht nur unsportlich, sondern auch gegen die Regeln von EA.

Christian Mittweg

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