Bundesliga

Gladbach wehrt Bayerns Angriff ab - Nullnummer im Revierderby

9. Spieltag: Paderborn feiert ersten Sieg - FCB gewinnt knapp

Gladbach wehrt Bayerns Angriff ab - Nullnummer im Revierderby

Gladbach wehrt Bayerns Angriff ab - Nullnummer im Revierderby

Gladbach ist wieder Erster - im Revierderby gab es keinen Sieger. imago images

Unterhaltsames 4:2: Gladbach bleibt Spitzenreiter

Borussia Mönchengladbach holte sich am Sonntag die vorübergehend an den FC Bayern München verlorene Tabellenführung zurück. Die Fohlen bezwangen vor heimischer Kulisse Eintracht Frankfurt. Einen schwungvollen ersten Beginn krönten Thuram (28.) und Wendt (45.+2) mit einer 2:0-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel verpasste Stindl einen höheren Vorsprung, dann verkürzte da Costa für die Gäste (59.). Im Anschluss hätte Kamada zweimal für den Ausgleich sorgen können (66., 67.) - doch dann schlug Elvedi per Kopf zu und erzielte das 3:1 für die Hausherren (75.). Die Vorentscheidung? Mitnichten, denn erneut kam Frankfurt zurück, diesmal in Person von Hinteregger (78.). Schließlich beseitigte Zakaria mit einem platzierten Treffer zum 4:2 letzte Zweifel (85.).

Müde Nullnummer: Wölfe verpassen den ersten Platz

Der VfL Wolfsburg hatte zuvor die Chance, zumindest vorübergehend Rang eins zu erobern. Doch im Heimspiel gegen den FC Augsburg erspielten sich die Wölfe nur zu Beginn des Spiels Chancen. Klaus (8.) ließ die beste Möglichkeit der Niedersachsen ebenso liegen wie Augsburgs Vargas auf der Gegenseite (9.). In einer ansonsten zähen Angelegenheit - ein krasser Kontrast zum letzten Aufeinandertreffen beider Klubs, das 8:1 geendet war - biss sich die VfL-Offensive an den tiefstehenden Gästen die Zähne aus. Kurz vor Schluss kochten die Emotionen nochmal hoch: Joao Victors Treffer fand nach VAR-Überprüfung keine Anerkennung - eine knifflige Entscheidung. Immerhin: Trotz der verpassten Tabellenführung hat der Wolfsburger Nimbus der Unbesiegbarkeit Bestand.

Revierderby ohne Sieger

Am Samstagnachmittag stand das 94. BL-Revierderby im Blickpunkt, Schalke (mit Matondo) empfing Dortmund (mit Götze). Die Königsblauen waren in der ersten Hälfte das deutlich bessere Team und kamen der Führung mehrmals sehr nahe. Sané per Kopf (28.) und Serdar mit einem Linksschuss scheiterten am Aluminium. In der 43. Minute scheiterte Matondo allein vor dem Tor an Bürki-Vertreter Hitz, der anschließende Abseitspfiff wäre bei einem Treffer wohl zurückgenommen worden. Und der BVB? Trat nur in der 3. Minute nach einem Sancho-Schuss in Erscheinung, den Nübel stark parierte. Nach der Pause kamen beide Teams zu guten Möglichkeiten. Doch weder der unglücklich agierende Matondo (49., 69.) noch Sancho (53., 73.) brachten den Ball im Tor unter. In der 59. Minute forderte Schalke Handelfmeter, doch Hazards Vergehen war für Referee Brych nicht ausreichend. Letztlich blieb es bei der Nullnummer, die Königsblauen hinterließen dabei aber den besseren Eindruck als die Schwarz-Gelben.

Lewandowskis Serie hält - Union bekommt zwei Elfmeter

In der Champions League hatten sich die Münchner beim 3:2 bei Olympiakos Piräus mit Mühe schadlos gehalten, auch gegen Union gingen die Münchner als klarer Favorit ins Spiel. Pavard stellte nach Gikiewicz' zu kurzer Faustabwehr in der 13. Minute auf 1:0, ein weiterer Treffer gelang der überlegenen Kovac-Elf bis zur Pause jedoch nicht. Doch es gab ja noch Robert Lewandowski, der auch im neunten Saisonspiel 2019/20 zuschlug (53.) und somit einen neuen Bundesligarekord aufstellte. Doch es wurde trotzdem nochmal spannend: Neuer parierte zwar zunächst einen Elfmeter (Handspiel Perisic) von Andersson (59.), doch die Köpenicker bekamen noch einen Foulelfmeter zugesprochen - und den verwandelte Polter zum 1:2 (86.). Mehr war letztlich nicht drin für den Aufsteiger, der den Meister aber am Ende nochmal ins Wanken gebracht hatte.

Leipziger Negativserie - Petersen beseitigt im Breisgau letzte Zweifel

Das tabellarisch interessanteste Duell stieg in Freiburg, wo Leipzig seine Visitenkarte abgab. Die Sachsen waren im ersten Abschnitt die tonangebende Mannschaft, zwölf Torschüsse und 63 Prozent Ballbesitz waren Ausdruck der Überlegenheit. Das Tor aber machte Freiburg, und das auch noch mit dem Halbzeitpfiff. Hölers Abschluss landete genau vor den Füßen von Höfler, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Im zweiten Abschnitt tat sich RB schwer, zu weiteren Chancen zu kommen - und kurz vor dem Ende machte Petersen nach einem Konter den Sack zu (90.), auch wenn Klostermann in der 92. Minute noch den 1:2-Endstand erzielte. Die Freiburger halten sich somit in der Spitzengruppe, während RB zum vierten Mal in Folge kein Bundesligaspiel gewinnen konnte.

Hertha verliert gegen Angstgegner Hoffenheim

Hertha hatte in den vergangenen vier Spielen zehn Punkte gesammelt, ehe Hoffenheim in der Hauptstadt gastierte. Die Kraichgauer präsentierten sich äußerst konsequent: Locadia traf bei seinem Startelfdebüt zur Führung (33.), in der 38. Minute erhöhte Kramaric per Kopf nach einer Ecke auf 2:0. Doch Hertha gab sich nicht geschlagen: Grujic traf aus 22 Metern nur den Pfosten (45.), musste dann aber in der Kabine bleiben. In der 55. Minute brachte Lukebakio die Hoffnung per Fallrückzieher zurück - und der kurz zuvor eingewechselte Kalou stellte tatsächlich auf 2:2 (69.). Doch Hertha verteidigte eine weitere Ecke schlecht, Hübner war per Kopf der Nutznießer (80.). Als Darida auch noch in der Schlussphase die Ampelkarte sah, war der Widerstand der Hausherren endgültig gebrochen. Seit April 2016 ist die TSG gegen die Hauptstädter nun schon ungeschlagen (5/3/0).

Zweimal ins Kreuzeck: Paderborn feiert ersten Sieg

Paderborn wartete vor der Partie gegen Düsseldorf immer noch auf den ersten Saisonsieg. In einer zerfahrenen ersten Hälfte tat sich zunächst nicht besonders viel, die Kontrahenten begegneten sich auf Augenhöhe. Aus dem Nichts beförderte Sabiri kurz vor der Pause das Leder traumhaft in den Winkel. Damit nicht genug: In der 65. Minute verlängerte Schonlau eine Flanke von Pröger per Kopf genau ins Kreuzeck. Die Fortuna kam nach dem 0:2 nicht mehr heran und musste letztlich eine verdiente Pleite quittieren.

Unterhaltsames Remis zwischen Bayer und Werder

Am Samstagabend trafen mit Leverkusen und Werder (beide vier Spiele in Folge ohne Sieg) zwei Teams aufeinander, die dem Trend entgegenwirken wollten. Zunächst hatte Bayer trotz des fehlenden Havertz Oberwasser, der Ex-Leverkusener Toprak traf ins eigene Tor (4.), die Werkself drückte danach weiter aufs Tempo. In der 24. Minute musste Sven Bender verletzungsbedingt ausgewechselt werden - und Vertreter Dragovic fälschte Rashicas Schuss unglücklich zum 1:1 ab (40.). Kurz nach der Pause gab Lars Bender dem Leder nach Klaassens Schuss eine andere Richtung, fertig war das 2:1 der Norddeutschen. Doch das Spiel hatte noch einiges zu bieten: Alario stellte nach Bellarabis Vorarbeit auf 2:2 (58.), danach ergab sich zunächst ein offener Schlagabtausch. Doch Leverkusen war forscher: Alario traf unter anderem die Latte (67.), seinem Treffer in der 71. Minute wurde wegen eines vorangegangenen Handspiels von Amiri im Nachhinein die Anerkennung verweigert. So blieb es letztlich beim unterhaltsamen 2:2, wodurch letztlich keine der beiden unbefriedigenden Serien riss.

Quaison bringt die Mainzer hammerhart in die Spur

Am Freitag landete Mainz einen wichtigen 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln. Den Weg zum Sieg ebnete Quaison, der in der zweiten Halbzeit mit einem fulminanten Distanzschuss das 2:1 markierte. Den Endstand markierte Öztunali nach Horns Patzer. In der Tabelle überholen die Nullfünfer damit den Aufsteiger aus der Domstadt. Die Kölner erwischten in einer überraschend offen geführten Partie den besseren Start und gingen durch Teroddes Drehschuss in Führung. Die Mainzer zeigten sich dadurch aber kaum geschockt und glichen durch Boetius überlegt aus. Im zweiten Abschnitt war das Duell ausgeglichen, Quaisons Hammer brachte den FSV auf die Siegerstraße und in der Schlussphase erhöhte Öztunali nach Horns Patzer mit einem Schuss ins kurze Eck. Beierlorzer-Elf haderte derweil beim Stand von 2:1 mit einem nicht gegebenen Handelfmeter.

jch/las