Herausforderungen der DFL

Streben um Akzeptanz und Tragbarkeit in der VBL Club Championship

Die VBL Club Championship steht vor zwei großen Herausforderungen.

Die VBL Club Championship steht vor zwei großen Herausforderungen. eSport Studio

Am 4. November erfolgt der Anpfiff der VBL Club Championship 2019/2020. Und obwohl es bereits die zweite Saison ist, kämpft die DFL mit altbekannten Herausforderungen. Denn während Spielplan und Coverage relativ schnell angepasst werden können, sind die bestehenden Hürden nicht ganz so einfach zu überspringen.

Andreas Heyden, EVP Digital Innovations DFL, verriet im Interview, vor welchen Herausforderungen die Club Championship derzeit steht: "Eine Herausforderung ist es, neben gesellschaftlicher Akzeptanz eines elektronischen Wettbewerbes auch Akzeptanz bei den alten und neuen Fans der Klubs zu schaffen. Das Zweite ist wirtschaftliche Tragbarkeit, denn es sind große Investitionen, die die Klubs tätigen." Heyden sagte weiter, dass es Ziel der DFL sei, die Club Championship zu einem Wettbewerb zu formen, der "spannend zum anschauen und spielen, aber auch wirtschaftlich tragbar ist".

Warten auf Besserung

Bei der Akzeptanz erreicht die DFL bereits dadurch sehr viel, dass sie die Club Championship überhaupt veranstalten und somit ein Signal an alle Fußballfans senden, dass sie eFootball unterstützen. Hertha BSC versucht derweil mit dem Stereotyp der faulen Gamer aufzuräumen, indem sie ihre Spieler auch physischen und psychischen Training unterziehen. Ähnlich sieht es bei den anderen Bundesligisten aus. Das hilft zwar alles, der entscheidende Faktor bleibt jedoch die Zeit. Es wird wohl noch ein paar - wenn nicht mehr - Jahre brauchen, bis eSport in der deutschen Gesellschaft wirklich angekommen ist und angenommen wird.

Hertha als Positivbeispiel

Bei der wirtschaftlichen Tragbarkeit gibt es in der VBL schon erste Erfolgsgeschichten. So berichtet Maurice Sonneveld von Hertha BSC, dass ihre Abteilung dank Sponsorengeldern bereits nach einem Jahr tragbar ist. Ein ähnliches Signal hat die DFL von mehreren anderen Vereinen erhalten. Heyden weiß jedoch auch, dass es für viele Klubs immer noch ein Investment ist. Es gilt demnach, die gewohnten Einnahmequellen besser auszuschöpfen und neue aufzubauen. Nur dann kann sich die VBL Club Championship vom mutigen Projekt zum Wettbewerb mit Zukunftsaussicht entwickeln.

Christian Mittweg