Drei Heimspiele in den kommenden drei Wochen

Luhukay: "Nie zielstrebig und entschlossen genug"

Jos Luhukay

Kam im April 2019 zum FC St. Pauli: Cheftrainer Jos Luhukay. imago images

Es lief die 80. Minute in der Partie zwischen St. Pauli und Darmstadt, als die Gäste durch Victor Palsson in Führung gingen. Der Isländer verwertete eine Eckball-Hereingabe von Tobias Kempe zum spielentscheidenden 1:0 und bestrafte damit St. Paulis Nachlässigkeiten - obwohl die Hanseaten über weite Strecken des Spiels die aktivere Mannschaft waren. Trotzdem kritisierte Torhüter Robin Himmelmann: "Wir sind irgendwie nie richtig ins Rollen gekommen."

Cheftrainer Jos Luhukay ärgerte sich, dass sich seine Mannen "nie zielstrebig und entschlossen genug" gezeigt hatten, um, wie in bislang jedem Saisonspiel zu einem eigenen Tor zu kommen. "Wir haben als Team nicht das abgerufen, was uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hatte", ergänzte der 56-Jährige. Umso frustrierender, dass die Hamburger am Ende gänzlich ohne Zähler dastanden. "Wir wollten Fußball spielen, sind aber nicht ins letzte Drittel gekommen. Trotzdem musst du am Ende einen Punkt mitnehmen", resümierte Marvin Knoll. Und auch Himmelmann haderte: "Wir müssen ganz klar die Null halten."

"Es kommt auch auf die Art und Weise an"

Die Chance, in der Tabelle Kontakt zur Spitzengruppe aufzunehmen, wurde damit verpasst. Und auch die Möglichkeit, Schwung zu nehmen für die kommenden drei Wochen, in denen der ehemalige Bundesligist gleich dreimal vor heimischer Kulisse gefordert ist (nach dem Auswärtsspiel in Heidenheim empfängt St. Pauli Frankfurt im Pokal, im Anschuss gastieren Karlsruhe und Bochum in Hamburg). "Wir wussten, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen können", sagte zwar Mats Möller Daehli, doch Himmelmann machte deutlich, weshalb die Niederlage alle Beteiligten im Lager der Kiezkicker nervte: "Es kommt auch auf die Art und Weise an."

pau