2. Bundesliga

Sandhausens "gefährlicher Trend": Koschinat und Machmeier kritisieren öffentlich

SVS nach fünf Spielen noch auf einem Aufstiegsplatz

Sandhausens "gefährlicher Trend": Koschinat und Machmeier kritisieren öffentlich

Hat zur Zeit so manches zu bemängeln: Sandhausens Trainer Uwe Koschinat.

Hat zur Zeit so manches zu bemängeln: Sandhausens Trainer Uwe Koschinat. imago images

Schon nach fünf Spieltagen hatte sich abgezeichnet, dass der Hamburger SV und der VfB Stuttgart die Top-Kandidaten im Aufstiegsrennen sind. Knapp dahinter auf Relegationsrang drei: der SV Sandhausen. Durchaus unerwartet. In den fünf Spielen seitdem kamen zu starken zehn allerdings nur zwei Punkte hinzu, der SVS ist auf Platz elf ins Niemandsland der Tabelle abgerutscht.

Beim 0:1 am vergangenen Wochenende in Regensburg war einmal mehr auch fehlendes Spielglück ein Thema gewesen: "Das Spiel heute darfst du auf keinen Fall verlieren. Wir waren die bessere Mannschaft, am Ende zählt aber das Ergebnis. Das ist extrem bitter", haderte Dennis Diekmeier.

Präsident Machmeier vermisst Leidenschaft

Doch das hat auch seine Gründe. "Wir befinden uns in einem gefährlichen Trend", warnt Trainer Uwe Koschinat, dessen Mannschaft seit dem 30. August in der 2. Bundesliga nicht mehr gewinnen konnte. Kritik kommt sogar von ganz oben: "Ich erwarte ein Stück weit mehr von der Mannschaft. Es sind nicht alle Spieler bei 100 Prozent Einsatzwille, Gier und Leidenschaft", tadelte Vereinspräsident Jürgen Machmeier.

Koschinat grübelt eher wegen technischer Mängel: "Wir waren in der ersten Halbzeit zu unsauber, in vielen Situationen haben die technischen Grundvoraussetzungen gefehlt, die nötig sind, um aus einer ansatzweisen Dominanz eine tatsächliche Überlegenheit zu machen." Auf der "vordersten Linie" fehle laut dem 48-Jährigen zudem die Körperlichkeit.

Förster fehlt spürbar - Trendwende gegen Wiesbaden?

Oder auch ein guter Spielmacher. Das Fehlen des nach Stuttgart abgewanderten Philipp Förster, dessen zentrale Rolle noch nicht adäquat ersetzt werden konnte, macht sich Woche für Woche bemerkbar. Julius Biada soll die Position hinter den Spitzen einnehmen - das Zusammenspiel mit Aziz Bouhaddouz und Kevin Behrens macht zumindest Hoffnung auf Besserung.

Der berühmt-berüchtigte Bock muss wohl einfach mal umgestoßen werden, am besten schon am kommenden Montag im Heimspiel gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de).

nba