Hoffenheim: Warum der Kroate durchspielte

Kramaric? "Das war nicht geplant"

Trifft beim Comeback: Hoffenheims Andrej Kramaric bejubelt das 1:0 gegen Schalke 04.

Trifft beim Comeback: Hoffenheims Andrej Kramaric bejubelt das 1:0 gegen Schalke 04. imago images

"Das war nicht geplant", verriet Rosen hinterher. Zunächst habe es die Diskussion gegeben, ob der Kroate überhaupt beginnen könne. "Nach Rücksprache mit den Medizinern war klar: Am Knie kann nichts passieren", erklärt Rosen. Nach kicker-Informationen absolvierten die TSG-Profis am Dienstag im nicht-öffentlichen Training einen Test gegen die U23. Kramaric begann und zeigte sich spielfit. Das dürfte neben der medizinischen Einschätzung eine Rolle gespielt haben. Laut Rosen war dann die Frage: "Werden es 60 oder vielleicht 70 Minuten."

Streng genommen zentral als Spitze aufgeboten, rochierte der 28-Jährige enorm viel mit Sargis Adamyan. Nach einer halben Stunde ließ er sich häufig tiefer fallen, versuchte, das Spiel an sich zu reißen. Nach der Umstellung zur Pause agierte der Torjäger auf der Acht - und profitierte von einem Solo von Ihlas Bebou, das er eiskalt zum Führungstreffer abschloss. In jener 72. Minute hätte der Vize-Weltmeister eigentlich gar nicht mehr auf dem Platz stehen sollen.

Lob von allen Seiten

Denn nach gut einer Stunde brachte Alfred Schreuder Lukas Rupp in die Partie. "Und Andrej sah fitter aus als Sargis Adamyan, d. Red.). Also haben wir Sargis rausgeholt. Andrej hat den Daumen gehoben", schildert der Trainer. Kramaric erhielt - genau wie Matchwinner Ihlas Bebou - selbstredend Sonderlob von allen Seiten, besonders von Sebastian Rudy, der die Leistung des Offensivmannes "fantastisch" fand: "Er war vier Monate raus, dennoch über 90 Minuten immer anspielbar." Ein Schlüsselspieler eben.

Benni Hofmann

Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - FC Schalke 04