Kölns Geschäftsführer fordert Flexibilität in den Systemen

Veh: "Wir werden alle Stürmer brauchen"

"Wir müssen flexibel sein": Kölns Geschäftsführer Armin Veh. imago images

"Wir mussten etwas ändern", erklärte Geschäftsführer Armin Veh folgerichtig am Sonntag nach dem Sieg gegen Mitaufsteiger SC Paderborn. Zum Beispiel dies: "Wir mussten mehr laufen, um weniger Chancen zuzulassen." Statt rund 105 Kilometer pro 90 Minuten lief man auf Schalke knapp 115 und gegen Paderborn fast 120 Kilometer.

Die Zweikampfquote wurde gesteigert, die Zahl der Abschlüsse ebenso. Geändert wurde auch das System, Achim Beierlorzers bevorzugtes 4-4-2 wich einem 4-3-2-1, mit dem der verunsicherten Truppe größere Kompaktheit verpasst wurde. Ein Wechsel, der guttat. Aber nicht in Stein gemeißelt ist. Veh: "Wir müssen flexibel sein. Es ist richtig, Automatismen reinzubringen. Aber das schaffen wir auch in zwei Systemen." Es würde Spiele geben, in der die Mannschaft wieder mit zwei Spitzen spielen würde, "davon bin ich überzeugt." Ebenso davon, "dass wir alle drei Stürmer brauchen können".

Terodde profitiert vom Systemwechsel

Die aktuelle Situation mit Jhon Cordoba und Anthony Modeste lässt ihn nicht um die Stimmung bangen. Simon Terodde, der vom Systemwechsel profitiert und den Skeptikern gerade eindrucksvoll beweist, dass er doch in der Lage ist, Bundesliga zu spielen, sagt: "Im Endeffekt ist es wurscht, wer da spielt. Wir haben ein gemeinsames Ziel. Von daher ist es wichtig, dass wir drinbleiben, dass wir hier etwas aufbauen. Natürlich träumen die Kölner immer von mehr, wir als Mannschaft auch. Aber wir sind Aufsteiger und müssen Punkte holen."

Das klappte zuletzt, weil der Trainer die richtige Mischung fand. Und was am Sonntag fast völlig unterging: Mit dem gesperrten Jorge Meré und den noch nicht ganz fitten Birger Verstraete und Dominick Drexler fehlten drei Schlüsselspieler - der Kader fing es auf. Eine Erkenntnis, die mindestens so wichtig war wie die drei Punkte.

FLU

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