NFL, Week 7: Schwächelnde Bears unterliegen Saints

Cowboys überflügeln Eagles - Jackson dreht auf

Wide Receiver Tavon Austin von den Dallas Cowboys erzielt einen Touchdown gegen die Philadelphia Eagles

Wide Receiver Tavon Austin von den Dallas Cowboys erzielt einen Touchdown gegen die Philadelphia Eagles. Getty Images

Drei Spiele in Folge hatten die Dallas Cowboys vor der wichtigen Partie gegen die Philadelphia Eagles verloren, im eminent wichtigen NFC-East-Duell kehrten sie aber in die Erfolgsspur zurück und verdrängten durch den 37:10-Sieg den Super-Bowl-Sieger von 2018 von Rang eins. Die Cowboys weisen nun eine Bilanz von vier Siegen bei drei Niederlagen auf, die Eagles haben drei Siege und vier Niederlagen auf dem Konto.

Mahers 63-Yard-Field-Goal - Prescott überflügelt Staubach

Zu großer Form lief einmal mehr Ezekiel Elliott auf. Der Running Back der Cowboys erlief 111 Yards und erzielte einen Touchdown. In seinen fünf bisherigen Partien gegen den Erzrivalen aus Pennsylvania erlief er durchschnittlich 115 Yards. Doch die Scheinwerfer richteten sich nicht nur auf Elliott. Im Mittelpunkt stand zudem Kicker Brett Maher, der im dritten Viertel ein Field Goal aus 63 Yards versenkte. Mit fünf weiteren Kickern liegt Maher damit auf Rang zwei der NFL-Historie, nur Matt Prater traf am 8. Dezember 2013 mit 64 Yards aus einer noch größeren Distanz. Sein 63-Yards-Field-Goal stellt aber einen Franchise-Rekord dar, zudem ist er der erste Kicker, der drei Field Goals aus mindestens 60 Yards erzielt hat. Einen Franchise-Rekord verbuchte auch Dak Prescott, der Quarterback erzielte im Schlussviertel seinen insgesamt 20. Rushing-Touchdown und löste damit den zweimaligen Super-Bowl-Champion und Cowboys-Legende Roger Staubach ab.

Bei Philadelphia entschied sich Head Coach Doug Pederson für Ballbesitz gleich zu Beginn der Partie. Ganz im Gegensatz zu seiner Gewohnheit, der Offensive zu Beginn der zweiten Hälfte den Ball zu geben. Die Maßnahme ging aber schief. Tight End Dallas Goedert verlor gleich das Ei, Cowboys Wide Receiver Tavon Austin nutzte dies gleich zum ersten Touchdown aus, anschließend erhöhte dann Elliott auf 14:0 für Dallas. Zwar machte Goedert mit seinem Touchdown seinen Fehler wieder wett, doch anschließend lief bei den Eagles in der Offensive fast nichts mehr. Lediglich Kicker Jake Elliott tauchte mit einem Field Goal im dritten Quarter noch auf dem Scoreboard auf. Auf der Gegenseite glänze wie erwähnt Maher, Wide Receiver Blake Jarwin und Prescott erzielten die weiteren Touchdowns.

Bridgewater: Fünfter Sieg im fünften Spiel

Groß war der Schock bei den New Orleans Saints, als sich Star-Quarterback Drew Brees zu Saisonbeginn verletzte und seitdem ausfällt. Die Verantwortung ging auf Teddy Bridgewater über. Große Zweifel herrschten, ob der 26-Jährige diese wird schultern könnten. Zwar wies Bridgewater als "Rookie of the Year" 2014 sein Potenzial nach, doch die letzten Jahre war er vom Verletzungspech verfolgt und kam kaum zu Einsätzen. Doch Bridgewater widerlegte alle Kritiker und führt die Offensive der Saints mit Bravour an. Das 36:25 bei den Chicago Bears war der fünfte Sieg im fünften Spiel unter seiner Regie. Bridgewater brachte 23 seiner 28 Pässe über 281 Yards an den Mann und warf zwei Touchdown-Pässe. Den Rest erledigte Running Back Latavius Murray, der zwei Touchdowns erlief. Mit einer Bilanz von 6:1 gehören die Saints in der NFC zusammen mit den San Francisco 49ers (6:0) und den Green Bay Packers (6:1) zu den Topteams, die derzeit beste Aussichten auf die Play-offs besitzen. In diese wollen auch die Bears (3:3), die aber nach der zweiten Niederlage in Folge nicht nur die Packers, sondern auch die Minnesota Vikings (5:2) aus den Augen verlieren. Die Vikings siegten zuvor im NFC-North-Duell bei den Detroit Lions mit 42:30.

Jackson schlägt gegen Russell zurück: Fourth-Down-Touchdown

Lamar Jackson

Hat mit den Baltimore Ravens die Festung Seattle erobert: der laufstarke Quarterback Lamar Jackson. imago images

Immer mehr in den Mittelpunkt spielen sich die Baltimore Ravens, die sich bei den Seattle Seahawks (je 5:2) mit 30:16 durchsetzten und den dritten Sieg in Folge einfuhren. Einmal mehr war der erst 22-jährige Quarterback Lamar Jackson der Sieggarant. Jackson war mit 116 (!) Yards der mit Abstand beste Läufer seines Teams und erzielte im dritten Viertel auch den einzigen Touchdown.

Diesen kann sich allerdings auch Ravens-Headcoach John Harbaugh ans Revers heften. Denn in Hälfte eins funktionierten Jackson und seine Offensive nicht, immer wieder musste Kicker Jason Tucker auf das Feld. Der einzige Touchdown ging auf das Konto der Defensive, Corner Back Marcus Peters trug das Ei nach einer Interception über 67 Yards in die Endzone der Seahawks.

Und auch im dritten Quarter stand Jackson beim dritten Versuch und zwei Yards schon wieder vor dem Aus. Harbaugh schickte aber nicht Tucker aufs Feld, sondern orderte an, den vierten Versuch auszuspielen: Gesagt, getan, Jackson übernahm Verantwortung, warf den Turbo an und trug das Ei über acht Yards in die Endzone.

Die Ergebnisse der Sonntag-Spätspiele

Tennessee Titans - Los Angeles Chargers 23:20
Seattle Seahawks - Baltimore Ravens 16:30
Chicago Bears - New Orleans Saints 25:36
Dallas Cowboys - Philadelphia Eagles 37:10

jer