World Cup im Lead-Klettern in Xiamen

Das "Küken" ist nicht zu schlagen: Seo gewinnt, Garnbret wagt zuviel

Koreanerin Chaehyun Seo.

Die Koreanerin Chaehyun Seo war in Xiamen nicht zu schlagen. IFSC/E.F.

Gegen Seo war am Sonntag kein Kraut gewachsen. Das "Küken" im 51er-Feld kletterte konstant stark. In der Qualifikation schaffte sie mit 5,36 den besten Wert, im Halbfinale und Finale erreichte sie jeweils den Topgriff. Das galt im Finale auch für Noguchi und Kim, doch das Duo flog beim Semifinale bei Griff 38+ aus der Wand. Die Entscheidung über die Rangfolge auf dem Podium wurde über die Zeit festgelegt, da Noguchi und Kim absolut identische Wertungen aufwiesen. Kim klickte das Seil in den letzten Sicherungshaken allerdings lediglich vier Sekunden vor dem Ablauf der vorgegebenen sechs Minuten, Noguchi schaffte dies rund 50 Sekunden schneller.

Janja Garnbret

Wagte zu viel: Die Slowenin Janja Garnbret. IFSC/E.F.

Garnbret, immer eine der Favoritinnen auf den Sieg, hatte bis zum Finale gleichauf gelegen mit Seo - 5,36 in der Qualifikation und Topgriff im Halbfinale - doch in der Finalrunde erreichte die Slowenin "nur" eine Wertung von 37+ - mit einem Griff weiter wäre sie beim Topgriff angekommen gewesen. Sie wählte aber für den letzten Griff eine dynamische Variante, wollte zum Topgriff springen, doch schaffte sie es nicht, diesen festzuhalten. Unter dem Strich blieb der 20-jährigen mit der riskanten Aktion der undankbare vierte Platz.

DAV-Kletterinnen Bestvater und Hönig weit hinten

Die beiden deutschen Teilnehmerinnen, Alma Bestvater und Afra Hönig, landeten auf den Plätzen 43 und 44. Die Indonesierin Aries Susanti Rahayu, die am Samstag als erste Frau beim Speedklettern an der 15-Meter-Wand unter sieben Sekunden blieb, wurde beim Schwierigkeitsklettern Letzte.

Bei den Herren sicherte sich Adam Ondra hauchdünn den Sieg.

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bst