NFL, Week 7: L.A. Rams beenden Niederlagen-Serie in Atlanta

Packers gewinnen Traditionsduell - 49ers siegen ohne Touchdown

Packers-Quarterback Aaron Rodgers

Führte sein Team mit einer starken Leistung zum Sieg gegen Oakland: Green Bay-Quarterback Aaron Rodgers. Getty Images

Green Bay ging mit dem glücklichen Sieg der Vorwoche gegen Detroit (23:22) im Rücken in das Match gegen den AFC-West-Zweiten aus Oakland. Nachdem die Raiders durch ein frühes Field Goal in Führung gegangen waren, fand Packers-Quarterback Aaron Rodgers Mitspieler Aaron Jones mit einem starken Pass in die Endzone, den der Running Back aus der Drehung heraus fing - 7:3 für Green Bay. Allzu lange währte die Führung des vierfachen Super Bowl-Siegers jedoch nicht: Raiders-Quarterback Derek Carr spielte nach einem effizienten Drive Tight End Foster Moreau kurz vor der Endzone der Packers an, der den Football trotz eines harten Hits über die Linie hielt und punktete.

Doch Green Bay profitierte von einem bestens aufgelegten Aaron Rodgers und ging wieder in Führung: Der 35-Jährige behielt in der Redzone den Überblick und warf einen kurzen Pass auf Jamaal Williams, der nur noch drei Schritte machen musste, um den nächsten Packers-Touchdown zu erzielen. Oakland wollte noch vor der Pause zurückkommen, schenkte dann jedoch einen sehr aussichtsreichen Drive her: Derek Carr entschied sich in der Redzone, anstelle eines Passes selbst in Richtung Endzone zu laufen und wollte den Ball im Sprung über die Linie halten - ließ das Ei jedoch im Flug fallen. Der Ballbesitz wechselte und die Packers bestraften Carrs Aussetzer: Jake Kumerow lief seinem Bewacher davon, fing einen starken Pass von Rodgers und hielt - wie um zu zeigen, wie es richtig geht - den Football im Sprung in die Endzone - 21:10.

Rodgers zu gut für wacklige Raiders-Defense

Das Ziel für Oakland konnte es nun nur sein, die Packers-Offense frühstmöglich zu stoppen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Doch bereits nach dem ersten Angriff im dritten Viertel jubelte wieder Grün-Gelb: Rodgers fand in der Redzone keine Anspielstation und lief kurzerhand selbst in die Endzone - Touchdown Packers. Doch auch die Defense der Packers hatte ihre Lücken: Im direkten Anschluss-Angriff lief sich Darren Waller stark frei und fing einen Pass von Carr sicher in der Endzone - sein erster Touchdown der Saison. Doch weiterhin blieben Rodgers und seine Offensive dominant: Zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels offenbarten sich erneut Lücken in der Raiders-Abwehr, Jimmy Graham lief an der Endzone entlang und fing den Pass von Rodgers zum 34:17.

Mit einem ordentlichen Rückstand ging es für die Raiders in das letzte Viertel. Nach einem guten ersten Drive riskierte es das Team von Head Coach Jon Gruden, einen vierten Versuch kurz vor der Endzone auszuspielen, wurde jedoch davor gestoppt. Bezeichnend für die starken Offensiven beider Mannschaften: Den ersten Punt der Partie gab es bei noch neun zu spielenden Minuten im letzten Viertel. Eine Interception durch Kevin King vereitelte auch den nächsten Raiders-Angriff. Rodgers dagegen brachte seinen fünften Touchdown-Pass an, Marquez Valdes-Scantling hatte auf der Außenlinie Platz und konnte über 74 Yards in die Endzone laufen. Das Spiel war gelaufen, so dass beide Teams sogar noch den Quarterback tauschten. Waller erzielte kurz vor dem Ende noch seinen zweiten Touchdown, der freilich nichts mehr änderte. Die Packers siegten damit zum sechsten Mal, während die Raiders die dritte Niederlage der Saison einstecken mussten.

49ers-Kicker Robbie Gould (rechts)

Sorgte im Alleingang für den Sieg seiner 49ers: San Francisco-Kicker Robbie Gould (rechts). Getty Images

San Francisco 49ers - Washington Redskins 9:0

Die nach fünf Spielen immer noch ungeschlagenen 49ers hatten zumindest auf dem Papier leichtes Spiel gegen Washington, das vor knapp zwei Wochen Head Coach Jay Gruden entlassen hatte. Doch San Francisco tat sich bei strömendem Regen schwer. Robbie Gould - bestbezahlter Kicker der NFL - vergab unter anderem ein 45-Yard-Field-Goal deutlich und stellte damit seinen persönlichen Negativ-Rekord auf (bereits sieben vergebene Field Goals in dieser Saison). So ging es tatsächlich punktlos in die Pause. Dieser Durststrecke setzte Gould jedoch nach der Halbzeit ein Ende und brachte die 49ers durch zwei Field Goals (28 und 22 Yards) mit 6:0 in Führung. San Francisco mit Quarterback Jimmy Garoppolo tat sich weiter ungewöhnlich schwer in der Offense, auch das dritte Scoring besorgte Gould per Field Goal (28 Yards). Es sollte der letzte Punktegewinn des Spiels bleiben. Die 49ers gewannen damit auch das sechste Spiel der Saison in Folge.

Los Angeles Rams - Atlanta Falcons 37:10

Die nach drei Niederlagen in Folge stark gebeutelten Rams hatten es mit Atlanta, eine der größten Enttäuschungen dieser Saison, zu tun. Das erste Viertel war von zwei Field Goals geprägt, je eines auf Seiten der Rams (Greg Zuerlein) und der Falcons (Matt Bryant). Im zweiten Abschnitt sorgte der wieder genesene Running Back Todd Gurley für die erste Führung für Los Angeles, Zuerlein erhöhte per Field Goal auf 13:3 zur Pause. Das dritte Viertel ging dann deutlich an die Kalifornier: Tight End Gerald Everett fing einen guten Pass von Quarterback Jared Goff zum Touchdown, ehe Letzterer nach einer Interception der Falcons selbst zum nächsten Score in die Endzone lief - 27:3. Das dritte Field Foal von Zuerlein machte die 30 Punkte für Los Angeles voll. Austin Hooper für die Falcons und Darious Williams für L.A. schafften jeweils noch einen Touchdown, was am Gesamtergebnis jedoch nicht mehr viel änderte.

Houston Texans - Indianapolis Colts 23:30

Im AFC-South-Duell zwischen Houston und Indianapolis dauerte es lange, bis der erste Drive von Erfolg gekrönt war: Fünf Minuten waren im ersten Viertel noch auf der Uhr, als Zach Pascal den Football zum ersten Touchdown in die Texans-Endzone trug. T.Y. Hilton erhöhte im zweiten Viertel auf 14:0 für den Tabellenführer. Die Texans hielt lediglich ihr Kicker Ka'imi Fairbairn im Spiel, der drei Field Goals (unter anderem aus 47 Yards Entfernung) verwandelte und die Partie zur Pause offen hielt. Nach der Halbzeit schien sich das Spiel zunächst fortzusetzen: Eric Ebron fing bereits nach vier gespielten Minuten den Ball sehenswert mit einer Hand in der Endzone und erhöhte für die Colts. Doch auch Houston spielte nun konsequenter nach vorne und schloss seinen ersten Drive mit einem Touchdown durch Keke Coutee ab. Die aufkommende Hoffnung erstickte abermals Pascal, der einen kurzen Pass fing und die drei Yards zur Endzone problemlos überwand. Zwar kamen die Texans durch DeAndre Hopkins nochmal auf fünf Punkte ran, doch abermals Pascal sicherte durch einen Safety den Sieg der Colts.

Die anderen Ergebnisse:

Minnesota Vikings - Detroit Lions 42:30

Miami Dolphins - Buffalo Bills 21:31

Jacksonville Jaguars - Cincinnati Bengals 27:17

Arizona Cardinals - New York Giants 27:21

fbs