DEL - 13. Spieltag

Schwenningen deklassiert Meister Mannheim, Köln gewinnt Rheinderby

Schwenninger Wild Wings

Machten gegen Mannheim das halbe Dutzend voll: Die Schwenninger Wild Wings. imago images

Dank deutlichem Sieg: Schwenningen gibt Rote Laterne ab

Die vor dem Spieltag letztplatzierten Schwenninger Wild Wings sorgten für die Überraschung des Spieltags. Die Mannschaft von Paul Thompson fertigte die Adler Mannheim mit einer 6:1-Klatsche (4:1/2:0/0:0) ab und konnte dadurch die Rote Laterne abgeben. Wild Wings-Goalie Dustin Strahlmeier musste zwar beim Schuss von Valentino Klos, der seinen ersten DEL-Treffer verbuchte, hinter sich greifen (7.), parierte sonst aber alle 29 abgefeuerten Torschüsse der Adler Mannheim. Schwenningens Christopher Fischer bereitete vier Treffer vor und war ein entscheidender Faktor für den ersten Sieg seit sechs Partien.

Deutsche Eishockey-Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
EHC Red Bull München
36
2
Straubing Tigers
27
3
Fischtown Pinguins
24

Köln gewinnt Rheinderby

Die Kölner Haie setzten sich vor 17.129 Zuschauern in der Lanxess Arena mit 4:1 (0:0/1:1/3:0) gegen die Düsseldorfer EG durch, verbuchten den dritten Sieg in Folge und beendeten zudem die drei Spiele andauernde Auswärtssiegesserie ihres Erzrivalen. Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Chad Nehring die DEG im Mittelabschnitt in Führung (30.). Die Domstädter schlugen daraufhin heftig zurück - und Düsseldorf hatte keine Antwort mehr parat. Zunächst egalisierte Jason Bast (40.), dann drehte Kevin Gagné die Partie (48.) und Jakub Kindl (51.) sowie Sebastian Uvira (59.) sorgten für den Endstand. Kölns Topscorer Jason Akeson bereitete drei der vier Treffer vor.

Abgeschlagener Tabellenführer kürt das neue Schlusslicht

Der EHC Red Bull München bezwang die Krefeld Pinguine vor heimischer Kulisse hochverdient mit 2:1 (0:1/2:0/0:0) und baute dadurch den Vorsprung auf Platz zwei (Straubing) auf neun Punkte aus. DEL-Topscorer Chad Costello hatte Krefeld gegen Ende des ersten Drittels in Führung gebracht (19.), doch München schlug mit Frank Mauer zu Beginn des Mittelabschnitts zurück und siegte dank Yannic Seidenberg, der in doppelter Überzahl das spielentscheidende Tor erzielte (37.). Die Pinguine rutschten durch ihre neunte Niederlage in Serie weiter ab und sind nun das Schlusslicht in der Deutschen Eishockey Liga.

Fredrik Eriksson schießt Straubing auf Rang zwei

Die Straubing Tigers kämpften sich beim ERC Ingolstadt nach einem 0:2-Rückstand durch die Treffer von Marcel Brandt (26.) und Sena Acolatse (35.) zurück und drehten die Partie schließlich durch den Powerplay-Treffer von Fredrik Eriksson (41.), der zudem den 3:2-Endstand (0:1/2:1/1:0) markierte. Durch den Erfolg in Ingolstadt, den dritten in Folge, schob sich die Mannschaft von Tom Pokel bis auf Tabellenplatz zwei vor und ist nun der erste Verfolger des EHC Red Bull München.

Ice Tigers verlieren trotz starkem Treutle deutlich

Die Eisbären Berlin waren gegen die Thomas Sabo Ice Tigers über weite Strecken drückend überlegen, verzeichneten ein deutliches Chancenplus und behielten letztlich die drei Punkte in der Hauptstadt. 59 Schüsse kamen innerhalb von 60 Minuten auf den Kasten von Nürnbergs Goalie Niklas Treutle, der sechs davon passieren ließ. Die Ice Tigers hielten der Berliner Chancenflut lange Stand, brachen kurz vor Ende der Partie aber ein.

Für Nürnberg war lediglich Kevin Schulze zweimal erfolgreich (20./54.). Zunächst egalisierte Schulze 45 Sekunden vor Ende des ersten Drittels den Führungstreffer von Louis-Marc Aubry (10.), dann ließ er rund sechs Minuten vor Ende noch einmal Hoffnung aufkommen (54.), nachdem zwischenzeitlich Landon Ferraro (23.) und John Ramage (42.) getroffen hatten. Für beide war es der erste DEL-Treffer. Allerdings bröckelte die Defensive der Franken nach dem Empty-Net-Goal von Louis-Marc Aubry (59.) und ließ in der letzten Minute noch Gegentore von Mark Olver (60.) und Landon Ferraro (60.) zu. Durch den hinten raus sehr deutlichen und gar nicht so unverdienten 6:2-Erfolg (1:1/1:0/4:1) rücken die Eisbären an Nürnberg vorbei und beanspruchen nun Platz sechs.

Matchwinner Furchner - Pöpperle mit weißer Weste

Beim Kellerduell in Wolfsburg stellten sich die Grizzlys nach Penaltyschießen als Sieger heraus. Die Gastgeber setzten sich mit 3:2 (1:0/1:0/0:2/0:0/1:0) gegen die Iserlohn Roosters durch. Den entscheidenden Anlauf im Shootout verwandelte Sebastian Furchner.

Die Fischtown Pinguins Bremerhaven rehabilitierten sich nach der heftigen 2:6-Niederlage in Nürnberg und gewannen bei den - vor heimischem Publikum schwächelnden - Augsburger Panthern. Besonders glänzte Goalie Tomas Pöpperle, alle 37 Torschüsse parierte und somit den einzigen Shutout des 13. Spieltages feierte. Durch den 4:0-Erfolg (1:0/1:0/2:0) in Augsburg schiebt sich Bremerhaven auf Platz drei vor.

phb