Bosnier verärgert über den ausbleibenden Elfmeterpfiff

Ibisevic genervt: "Bin in einer Schublade, in die ich nicht gehöre"

Vedad Ibisevic

Vedad Ibisevic kann es nicht fassen: Es gibt keinen Elfmeter für seine Hertha. imago images

Die Bremer gingen früh in der Partie durch Josh Sargent in Führung. Beinahe hätte die Hertha die frühe Ausgleichschance gehabt, Ibisevic legte sich im Strafraum den Ball an Werder-Keeper Jiri Pavlenka vorbei und kam zu Fall. Schiedsrichter Felix Brych ließ weiterlaufen und gab keinen Elfmeter. Pech für die Berliner und Glück für Bremen, denn der Schlussmann touchierte zwar leicht den Ball, allerdings räumte er den Angreifer auch um.

Für Ibisevic gab es in dieser Situation keine Frage, wie die Entscheidung hätte lauten müssen. "Was soll ich zu dieser Szene sagen, ich wusste genau, dass es ein ganz klarer Elfmeter ist. Ich spiele seit über zehn Jahren in Deutschland Fußball und man wird immer wieder überrascht", so der Bosnier nach der Partie bei "Sky". "Ich habe das Gefühl, wenn es ein anderer Spieler gewesen wäre, wird es ganz klar gepfiffen. Und das ist einfach schade."

Auf Nachfrage erklärte Ibisevic, was genau er damit meinte: "Weil ich in einer Schublade drinhänge, in die ich nicht hingehöre. Man muss jede Szene für sich anschauen. Wenn wir zehn Leute fragen, werden alle zehn sagen, dass es ein Elfmeter war. Darüber brauchen wir nicht diskutieren." Zur Halbzeit suchte er kurz das Gespräch mit Brych. "Ich wollte ihm nur sagen, wenn es kein Elfmeter ist, dann ist es eine Gelbe Karte für Schwalbe. Er hat mir keine Gelbe Karte gegeben, das heißt, es war ganz klar Elfmeter."

Immerhin holte die Hertha durch den Treffer von Joker Dodi Lukebakio noch einen Punkt und ist nach drei Siegen zuvor weiterhin ungeschlagen. "Mit dem Punkt können wir gut leben. Wir haben gut gekämpft, aber nicht alles richtig gemacht mit dem Ball", resümierte Ibisevic.

mst

Bilder zur Partie Werder Bremen - Hertha BSC