Osnabrücks Trainer kann wieder auf Blacha und Ouahim zählen

Thioune: "Wir wollen Spielverderber sein"

Osnabrücks Coach Daniel Thioune stand beim letzten Gastspiel bei Hannover 96 noch auf dem Feld

Osnabrücks Coach Daniel Thioune stand beim letzten Gastspiel bei Hannover 96 noch auf dem Feld. imago images

Sechsmal ist Thioune in seiner aktiven Karriere gegen Hannover 96 angetreten, zu einem Sieg reichte es - zumindest im Profibereich - nie. Beim letzten Aufeinandertreffen in der 2. Liga, das am 26. Februar 2001 mit einem 1:1 geendet hatte, wurde der heutige VfL-Coach eingewechselt. "Wir haben damals einen Punkt geholt", erinnert sich Thioune, "wenn wir den mitnehmen, ist es nicht so verkehrt, wenn wir ihn ausbauen, umso besser."

Seine Elf sieht er am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in der Außenseiterrolle. "Hannover ist eine Adresse, die für uns mehr als nur für 2. Liga steht", sagte er und führte beispielhaft die linke Abwehrseite Hannovers an. Dort falle der gesperrte Miiko Albornoz zwar aus, doch mit den Alternativen Jannes Horn und Matthias Ostrzolek "komme enorm viel Qualität rein."

Chancenlos sieht er seine Elf aber nicht: "Wir wollen Spielverderber sein und erstmal möglichst lange die Null halten", kündigte er seine Herangehensweise an, "um dann anschließend unsere eigenen Nadelstiche setzen."

Ouahim kehrt in die Startelf zurück

Dazu stehen ihm wieder David Blacha und Anas Ouahim zur Verfügung. Letzterer wird sogar beginnen: "Die Wahrscheinlichkeit ist verdammt hoch, dass er nicht nur in den Kader zurückkehrt, sondern auch auf dem Platz stehen wird", sagte Thioune.

Herbstdepression? "Kein Grund, alles schwarzzumalen"

Die zwei spielfreien Wochen hat Thioune genutzt, um besonders am Offensivspiel zu feilen. Denn daran hat es vor der Länderspielpause, als Osnabrück aus vier Partien nur einen Zähler holen konnte, gehakt. Die Gefahr, bei einem weiteren sieglosen Spiel in die Herbstdepression zu verfallen, sieht der VfL-Coach nicht, denn die aktuell zehn Punkte seien aus seiner Sicht "mehr als gut". "Dies sollte uns nicht zum Träumen verleiten", sagte er, "es ist aber auch kein Grund, alles schwarzzumalen."

jer