Positives Zwischenfazit bei den Sommer-Einkäufen von Borussia Mönchengladbach

Thuram, Lainer und Co. als Erfolgsfaktor

Max Eberl

Hat wieder Top-Spieler gehen lassen müssen - und erneut vielversprechende Akteure geholt: Gladbachs Max Eberl. imago images

Der vergangene Sommer bildete in Gladbach keine Ausnahme. Wieder ging mit Thorgan Hazard (26) einer der besten Spieler des Kaders. Wieder reinvestierte Eberl den Transfererlös - Borussia Dortmund (Gegner am Samstagabend) zahlte eine Sockelablöse in Höhe von 25,5 Millionen Euro für den belgischen Nationalspieler - in Profis, denen noch (große) Entwicklungssprünge zuzutrauen sind.

Konkret auf Hazards Offensivposition bezogen waren dies Marcus Thuram (22, EA Guingamp) und Breel Embolo (22, Schalke 04). Zwei Spieler für einen - zum Preis für einen. 9,5 Millionen Euro kostete Thuram, Embolo zehn Millionen Euro - und selbst mit den erfolgsabhängigen Nachschlägen, die auf die Borussia zukommen werden, dürfte dieser Transfer-Doppelpack nicht die komplette Hazard-Kohle aufzehren. Sportlich scheint der Plan erneut aufzugehen.

Thuram und Embolo bereichern mit ihrer wuchtigen, dynamischen Spielweise das Gladbacher Offensivspiel und passen optimal zum von Trainer Marco Rose vorgegebenen Stil. Und auch in Sachen Effektivität lässt das Duo aufhorchen. Thuram steht nach sieben Liga-Einsätzen bei drei Treffern und zwei direkten Torvorlagen, außerdem hat der Franzose das goldene Tor beim 1:0-Erfolg in der ersten DFB-Pokalrunde beim SV Sandhausen erzielt. Embolo kann bei sieben Liga-Einsätzen ebenfalls schon drei selbst erzielte Treffer vorweisen.

Lainer ist eine wesentliche Verstärkung

Das Zwischenfazit bei den Sommer-Einkäufen (als dritter Torhüter kam auch noch Max Grün ablösefrei aus Darmstadt) fällt rundum positiv aus. Schließlich darf Rechtsverteidiger Stefan Lainer (27, RB Salzburg, 10 Millionen Euro Ablöse) schon jetzt als wesentliche Verstärkung bezeichnet werden. Und auch (Links-)Verteidiger Ramy Bensebaini (24, Stade Rennes, 7,5 Millionen Euro) deutete schon an, dass er den Fohlen in der Zukunft weiterhelfen kann.

"Wir sind auf einem guten Weg"

"Wir haben nach sieben Spieltagen 16 Punkte auf dem Konto, das steht so schwarz auf weiß. Wir sind auf einem guten Weg - und dass auch die neuen Spieler ihren Beitrag dazu geleistet haben, konnte man schon sehen", sagt Eberl. "Sie haben sich gut eingelebt und passen gut zu Borussia. Wir haben eine Mannschaft geformt, mit der wir die nächsten Schritte gehen und Ziele erreichen können."

Gladbachs Gipfelsturm nach sieben Spieltagen basiert auf vielen Gründen. Das richtige Näschen bei den Einkäufen zählt ganz gewiss dazu.

Jan Lustig

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