Nach Vorkommnissen in Guimaraes

UEFA-Strafe: Eintracht in Lüttich und in London ohne eigene Fans

Beim Frankfurter Auswärtsspiel in Guimaraes kam es zu Ausschreitungen auf der Tribüne

Beim Frankfurter Auswärtsspiel in Guimaraes kam es zu Ausschreitungen auf der Tribüne. imago images

Anlass für die Bestrafung durch den Verband sind die Vorkommnisse beim vergangenen Europa-League-Spiel in Guimaraes (1:0) am 3. Oktober. Noch vor Beginn des Spiels war es zu Ausschreitungen auf den Zuschauerrängen gekommen, Anhänger beider Vereine hatten nach gegenseitigen Provokationen unter anderem Sitzschalen geworfen. Die portugiesische Polizei räumte daraufhin einen Block der Gästefans.

Die UEFA nahm Ermittlungen auf und gab am Donnerstag ihr Urteil bekannt. Während Guimaraes 50.000 Euro Strafe bezahlen muss, traf es die Eintracht, die sich nach Ausschreitungen in der Vorsaison beim Auswärtsspiel in Rom auf einer im März verlängerten Bewährung befand, mit zwei Komplettausschlüssen der eigenen Fans in der Fremde härter: Betroffen sind die nächsten Auswärtsspiele in Lüttich am 7. November (18.55 Uhr) sowie das letzte Gruppenspiel auf fremdem Platz beim FC Arsenal (28. November, 21 Uhr).

Eintracht muss außerdem entstandene Schäden bezahlen

Die Eintracht ist von der UEFA außerdem dazu aufgefordert worden, Kontakt mit Vitoria Guimaraes aufzunehmen und die durch Frankfurter Anhänger entstandenen Schäden im Stadion zu bezahlen.

"Das ist zweifellos eine harte Entscheidung der UEFA. Natürlich werden wir, sobald uns die Entscheidungsgründe vorliegen, zumindest mit Blick auf das Spiel in London auch die Erfolgsaussichten einer Berufung prüfen", wird Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann in einer Stellungnahme des Bundesligisten zitiert. "Wir werden uns aber vor allem intensiv mit der Frage zu beschäftigen haben, wie wir unser aller Ziel, gemeinsam sportliche Festtage in europäischen Klubwettbewerben feiern zu dürfen, zukünftig wirksamer vor dem Fehlverhalten Weniger schützen können."

Bewährung war im März noch verlängert worden

Hellmann hatte schon im vergangenen März einen eindringlichen Appell an die Anhängerschaft der SGE gerichtet, nachdem das Fehlverhalten einiger Gästefans beim Auswärtsspiel gegen Inter Mailand "nur" eine Geldstrafe nach sich gezogen hatte und der Bewährungszeitraum auf drei Jahre verlängert wurde. "Wir können uns glücklich schätzen, dass man uns noch diese letzte Chance gelassen hat. Ich habe die große Hoffnung, dass nun jeder begriffen hat, wie mit dieser Verantwortung umzugehen sein wird", hatte Hellmann damals gesagt.

Nicht die erste Strafe im laufenden Wettbewerb

Für die Hessen ist der Komplettausschluss nicht die erste Bestrafung im laufenden Wettbewerb. Nach Fehlverhalten von Frankfurter Anhängern in der Play-off-Runde gegen Racing Straßburg wurde der Klub von der UEFA mit einem Teilausschluss der Zuschauer und einer Geldstrafe in Höhe von 58.000 Euro belegt.

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pau