Keine Manndeckung für Havertz

Beton gegen Bayer? "Das sind wir nicht"

Kai Havertz gegen Makoto Hasebe

Keine Manndeckung für Kai Havertz gibt es am Freitagabend von Makoto Hasebe & Co. imago images

Das tat richtig weh damals, im Mai. 1:6 gingen die Hessen im Rheinland unter. "Wenn du zur Pause mit sechs Stück reingehst, ist das unangenehm", sagt Hütter angesichts des neuerlichen Aufeinandertreffens mit Bayer an diesem Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de). Doch der Coach verweist auf die besonderen Umstände der Partie, die für die auf dem Zahnfleisch gehende Eintracht zwischen den Europa-League-Halbfinals gegen den FC Chelsea lag. Und er erinnert klipp und klar auf die Hinrunde (2:1): "Das war eines unserer besten Heimspiele, wenn nicht das beste."

Eine annähernd so starke, vor allem laufintensive und aggressive Leistung wie im Dezember 2018 wird nötig sein für Zählbares gegen ein Leverkusen, das angesichts von Zukäufen wie Nadiem Amiri oder Kerem Demirbay hochgehandelt wird. Als Titelkandidat gar? "Es gibt diesmal viele Teams, die ganz vorne mitspielen können", sagt Hütter salomonisch. Ob das nun Leverkusen sei, wisse er nicht. Er sieht jedenfalls eine "sehr hohe Qualität" in der Elf von Peter Bosz, allen voran natürlich in Kai Havertz, den es im Verbund aufzufangen gelte.

"Ich tue mich grundsätzlich schwer, heute von Manndeckung zu reden", findet Hütter. Zumal Havertz ohnehin viel unterwegs sei. Klingt nach einer Frage fürs gesamte Zentrum, für Sebastian Rode, Djibril Sow und Dominik Kohr oder Gelson Fernandes. Aufgrund der gegnerischen Qualität "eine Grundordnung zu wählen, in der wir Beton anrühren", schließt der 49-Jährige, der neben dem Langzeitverletzten Kevin Trapp lediglich auf Reservist Johnny de Guzman verzichten muss, aus. "Das sind wir nicht."

Benni Hofmann