Reimann und Gelios konnten bislang nicht überzeugen

Hat Kiel ein Torwart-Problem?

Dominik Reimann, Patrick Borger & Ioannis Gelios

Kriselnde Kiel-Keeper? Torwart-Trainer Patrick Borger mit Dominik Reimann (l.) und Ioannis Gelios (r.). imago images

Vorgänger Andre Schubert hatte auf den 22-jährigen Dominik Reimann zwischen den Pfosten gesetzt. Der Deutsch-Pole kassierte 1,67 Gegentore pro Spiel und hatte einen kicker-Notenschnitt von 3,67. Seitdem Werner das Traineramt interimsmäßig übernahm, stand der 27-jährige Ioannis Gelios zwischen den Pfosten. Doch auch der Deutsch-Grieche konnte mit einem Gegentorschnitt von 1,33 sowie einem kicker-Notenschnitt von 3,67 nicht überzeugen. Unter den Zweitliga-Stammkräften haben nur Christian Mathenia (Nürnberg, 3,72) und Lukas Watkowiak (Wiesbaden, 3,88) schlechtere Werte. "Wenn es insgesamt nicht rund läuft wie erhofft, wird die Lage beim Torwart am offensichtlichsten", sagt KSV-Torwarttrainer Patrick Borger, betont aber auch: "Das Vertrauen in die beiden ist ungebrochen."

Wer also wird das Tor der Störche im schweren Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten VfB Stuttgart am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) hüten? "Für Ioannis spricht die Erfahrung. Im Alter gehst du mit Fehlern unverkrampfter um", macht Borger Werbung für den fünf Jahre älteren Gelios und bezieht sich auf das "Kenneth-Kronholm-Phänomen". Kiels Stammkeeper der letzten Jahre agierte auch nicht immer fehlerfrei, antwortete aber meist mit einer starken und vor Selbstbewusstsein strotzenden Leistung. Seit Sommer aber spielt der 34-jährige Kronholm bei Chicago Fire in der MLS. Ein unangefochtener Nachfolger hat sich seitdem nicht etablieren können.

Wiedersehen im Ländle

Für einen Extra-Schuss Motivation am Wochenende sorgt das Wiedersehen mit Ex-Coach Tim Walter und Ex-Spieler Atakan Karazor, die mittlerweile im Schwabenland angestellt sind. "Wir freuen uns auf die tolle Atmosphäre und wollen den VfB so intensiv wie möglich ärgern", sagt Holstein-Innenverteidiger Dominik Schmidt.

Werners Zukunft offen

In Stuttgart wird erneut Werner auf der Trainerbank sitzen. Für die Zeit danach ist die Zukunft des Interimscoachs aber noch unklar. "Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, benötigen wir einfach noch Zeit", erklärte Geschäftsführer Sport Uwe Stöver.

cru/ag