Dynamo will möglichst schnell wieder ins Tabellenmittelfeld

Dresden unter Druck: Fiel hat zwei Baustellen

Cristian Fiel

Früher Kapitän, jetzt Trainer bei Dynamo Dresden: Cristian Fiel. imago images

"Was uns derzeit ein bisschen abgeht, ist das Selbstbewusstsein", bemängelte Verteidiger Jannik Müller nach der 0:2-Heimniederlage gegen Hannover 96. Die zweite Schlappe in Folge - zuvor hatte die SGD das Sachsenderby in Aue mit 1:4 verloren - sorgte bei den Fans der Schwarz-Gelben für viel Frust und Unmut. Die Situation ist angespannt, nicht nur beim Blick auf die Tabelle. Dort rangiert Dresden nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie einen Zähler vor dem Relegationsplatz und bewegt sich in Regionen, von denen sich der Klub eigentlich endlich wieder fernhalten wollte.

Im Wesentlichen stehen vor allem zwei Mannschaftsteile im Fokus. Da ist zum einen die anfällige Defensive, die sich das Leben durch leichtfertige Fehler immer wieder selbst schwergemacht hat. 18 Gegentore haben die Sachsen schon kassiert und stellen damit die drittschlechteste Abwehr der 2. Bundesliga.

Zwei Schwerpunkte im Training

Längst steht aber auch die Offensive in der Kritik. Vor allem gegen Hannover habe die "letzte Idee, der letzte Pass" gefehlt, so Müller - dabei hatte seine Mannschaft in den Spielen zuvor durchaus bewiesen, wie sie zu Chancen kommt. Dann fehlte es allerdings meist an der nötigen Effektivität (nur zwölf Tore stehen zu Buche). Fiel bieten sich aufgrund der Kaderstruktur auch nicht gerade viele Alternativen: Weil Alexander Jeremejeff (Faserriss in der Wade) ausfällt, bleiben nur noch Moussa Koné und Talent Luka Stor.

Gefragt ist nun vor allem Fiel. Der Publikumsliebling und ehemalige Kapitän muss Lösungen finden, um den Klub möglichst schnell wieder in sicheres Fahrwasser führen zu können. Im Training während der Länderspielpause ließ er entsprechend Zweikampfführung und Umschaltspiel trainieren. Ein 0:0 im Testspiel bei Union Berlin ließ zudem die Hoffnung auf bessere Defensive wachsen. Die nächste Bewährungsprobe und Chance, die Trendwende in der Liga zu schaffen, wartet schon am Freitag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de): Die SGD tritt bei der SpVgg Fürth an.

pau/LB