Spanien qualifiziert sich für die Europameisterschaft 2020

Moreno angesäuert: "Ob sie mich mögen oder nicht..."

Robert Moreno

Hat die Zweifel satt: Spaniens Nationaltrainer Robert Moreno. imago images

Mitte Juni legte Luis Enrique sein Traineramt bei der spanischen Nationalmannschaft aus privaten Gründen nieder. Sein Nachfolger wurde der bisherige Co-Trainer Moreno. Natürlich hat der neue Mann noch nicht den großen Namen wie sein Vorgänger, dementspechend schwer hat er es auch in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit. "Ob sie mich mögen oder nicht, ich bin der Trainer", machte der Coach am Dienstag klar und fügt an: "Es ist traurig zu denken, dass es Leute gibt, die wollen, dass ich meinen Job nicht gut mache."

Zum ersten Mal war Moreno Ende März beim 2:0 auf Malta für das Team verantwortlich. Es folgten Siege bei den Färöern (4:1), gegen Schweden (3:0), in Rumänien (2:1) und gegen die Färöer (4:0). Zuletzt spielte die Mannschaft allerdins zweimal Remis, in Norwegen und Schweden hieß es nur 1:1. Beide Male überzeugte die Furia Roja nicht komplett. Am Dienstag rettete Rodrigo Moreno mit einem Tor in der Nachspielzeit noch den Punkt und die damit verbundene Qualifikation für die Europameisterschaft.

Rein ergebnistechnisch ist dem Trainer also nicht viel vorzuwerfen. Er hat die Mannschaft zwei Spieltage vor Ende der Gruppenphase sicher zu EM geführt. "Ich bin glücklich mit dieser Mannschaft und ich habe so viele Spieler, die sehr gut sind", lobte Moreno sein Team. "Wir hätten schon in Norwegen gewinnen und da die Qualifikation klarmachen können. Heute war es ein sehr schweres Spiel - und wir mussten hart arbeiten, um diese Ergebnis zu erreichen."

Moreno widmet Sieg Luis Enrique und seiner Familie

Die Qualifikation geht aber natürlich auch auf das Konto des ehemaligen Trainers, das ist allen bewusst. "Heute widmen wir unseren Erfolg Luis Enrique und seiner Familie", machte Moreno klar. "Seine Arbeit hat uns in eine sehr gute Position gebracht - und wir sind ihm sehr dankbar. Ich bin ebenfalls RFEF-Präsident Luis Rubiales sehr dankbar, der mir die Chance gegeben hat, dieses Team zu trainieren." Zum Abschluss der EM-Qualifikation geht es für Spanien gegen Malta (15. November) und Rumänien (18. November).

mst