Wolfsburgs Mehmedi verletzt sich in der Schweiz

Shaqiri wünscht via Twitter Glück - Xhaka stärkt Petkovic

Granit Xhaka und Vladimir Petkovic

Granit Xhaka steht zu seinem Trainer Vladimir Petkovic. Getty Images

Die Eidgenossen standen vor dem Endspiel gegen Irland am Dienstagabend höllisch unter Druck - hielten diesem aber Stand (2:0). "Good luck tonight my brothers!", hatte Xherdan Shaqiri (Wadenverletzung) kurz vor Anpfiff getwittert. Es half.

"Wir hatten viel Unruhe in den letzten Wochen und Monaten, viel wurde gesagt und geschrieben, aber wir haben uns nie aus der Bahn werfen lassen. Das zeigt den Charakter und die Mentalität dieser Mannschaft", sagte Granit Xhaka der "Neuen Zürcher Zeitung".

"Petkovic kommt in der Mannschaft sehr gut rüber"

Ein Thema, zu dem viel gesagt und geschrieben wurde, waren unter anderem Differenzen zwischen Shaqiri und Trainer Vladimir Petkovic - inklusive Aussprache in Liverpool, wobei keine inhaltlichen Details öffentlich gemacht wurden. Zudem stellten einige Kritiker eine Verlängerung des Vertrages von Petkovic über 2020 hinaus infrage. Xhaka dagegen stellte sich demonstrativ hinter den Coach: "Was er in den letzten Jahren geleistet hat und wie weit er uns auch im mentalen und im fußballerischen Bereich gebracht hat, ist hervorragend. Petkovic kommt in der Mannschaft sehr gut rüber. Deshalb bin ich überzeugt, dass der Verband den Vertrag verlängern wird."

Mit dem Erfolg gegen Irland konnte Petkovic etwas Ruhe in die Diskussion bringen. "Es war kein einfaches Spiel, wir hatten wieder schwierige Phasen und der Rasen war nicht gut. Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, wie sie es heute gemacht hat", erklärte der Nationaltrainer, der auch die Reaktion auf den verschossenen Elfmeter von Ricardo Rodriguez (77.) lobte. "Wir haben das gemacht, was wir uns vorgenommen haben und hoch gepresst, um aus der Situation wieder herauszukommen."

In der 28. Minute war für Mehmedi Schluss

Einen Wertmustropfen gab es aber doch: Mehmedi, Vorlagengeber zum zwischenzeitlichen 1:0, hat sich einen Muskelfaserriss im hinteren rechten Oberschenkel zugezogen und musste schon in der 28. Minute raus. Der Mittelfeldspieler fehlt dem VfL Wolfsburg damit in den nächsten Spielen. Erst Anfang des Monats hatte er wegen Adduktorenproblemen das Europa-League-Duell in Saint Etienne (1:1) verpasst.

Für die Schweiz geht es in der EM-Quali in einem Monat weiter. Aus den Spielen gegen Georgien (15.11.) und in Gibraltar (18.11.) reichen insgesamt vier Punkte, um das Ticket zu lösen. Nach dem bisherigen holprigen Weg ist die Nati aber gewarnt: "Wenn uns diese Qualifikation etwas gelehrt hat, dann ist es das: dass es nie fertig ist", sagte Kapitän Stephan Lichtsteiner.

cfl